50.000 Besucher im Schüler-Labor: Carolin steigt in die Windmaschine

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Jubiläums-Besucherin im Göttinger DLR School Lab: Carolin Bunz (oben) experimentierte mit ihren Mitschülern von der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule im Windkanal.

Göttingen. Carolin Bunz ist die 50.000. Besucherin im Göttinger DLR School Lab. Sie war mit ihrer Klasse der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule in der Einrichtung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zu Gast.

Im Schülerlabor standen vor allem Themen aus der Luftfahrt auf dem Stundenplan: Warum und wie fliegen Flugzeuge überhaupt? Welche Ziele hat die aktuelle Forschung rund um Flugzeuge und Hubschrauber? Und mit welchen Methoden wird entwickelt und geforscht? Die 16-jährige Carolin war zum ersten Mal in einem Windkanal und beeindruckt von der Größe. Als sie auf den Rotor klettern durfte, der mit 1600 PS früher der Winderzeugung diente, fand sie das einfach nur „cool“. Zusammen mit ihren Mitschülern erhielt sie Astronauteneis, Leuchtkugelschreiber und Spiele.

Die Schüler machten verschiedene Experimente - immer unter Anleitung studentischer Tutoren. In einem Modell-Windkanal unstersuchten sie die Umströmung eines Flugzeugs. Mit einer professionellen Hochgeschwindigkeitskamera, wie sie auch in der Forschung zur Analyse von Verbrennungsprozessen in Brennkammern eingesetzt wird, beobachteten die Jugendlichen verschiedene Vorgänge - etwa das Platzen eines Luftballons.

An einem großen Modell erfuhren sie, wie ein Hubschrauber fliegt. „Es macht den Schülerinnen und Schülern einfach Spaß, diese faszinierende Welt der Forschung für sich selbst zu entdecken“, sagt Dr. Oliver Boguhn, Leiter des Göttinger DLR School Labs. „Auch im Grundschulalter können die Kinder schon anhand ganz einfacher Versuche eine Menge lernen und vom Prinzip her verstehen.“

Wer sich dann über den einmaligen Besuch mit der Schulklasse hinaus für das Thema interessiert, kann auch in der Modellbau-Arbeitsgemeinschaft des Schülerlabors mitmachen. (bsc)

Hintergrund

School Labs gibt es an zwölf Standorten in Deutschland. Weit über 200.000 Schüler haben inzwischen die deutschlandweiten School Labs des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) besucht.

Die Einrichtungen gibt es in Göttingen, Braunschweig, Berlin, Bremen, Köln, Lampoldshausen bei Stuttgart, Neustrelitz und Oberpfaffenhofen, an der Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen sowie an den Technischen Universitäten Dortmund, Dresden und Hamburg-Harburg. Bei den Besuchen steht immer das eigene Experimentieren im Mittelpunkt des Programms. Außerdem sollen junge Leute für Forschung und Technik begeistert werden. Weiterhin bekommen sie interessante berufliche Perspektiven. Weitere Infos gibt es im Internet. (bsc)

www.dlr.de/dlrschoollab

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