Aktion nach schwedischem Vorbild

70 Schüler demonstrieren in Göttingen für den Klimaschutz

Protest vor dem Neuen Rathaus: Insgesamt etwa 70 Schüler streikten am Freitag in Göttingen für den Klimaschutz. Foto: Bernd Schlegel

Göttingen. Etwa 70 Schüler streikten am Freitag in den Vormittagsstunden in Göttingen für mehr Klimaschutz.

Auf dem Hiroshimaplatz vor dem Neuen Rathaus demonstrierten Fünf- bis Elfklässler aller Schulformen für eine „Zukunft ohne Klima-Chaos“, sagte Schülersprecher Hannes Eggers. Unter dem Motto „Fridays for Future“ forderten sie die Bundesregierung auf, eine Wende in der Klimapolitik einzuleiten. Mit dabei waren unter anderem Schüler vom Max-Planck-Gymnasium, von der IGS Geismar, von der Waldorfschule, vom Otto-Hahn-Gymnasium, von Berufsbildenden Schulen, von der VHS, vom Felix-Klein-Gymnasium und vom Hainberg Gymnasium.

Der Klimawandel werde junge Menschen stark betreffen, sagte der 19-jährige Eggers. Deshalb wollten sie zukünftig regelmäßig streiken. Die nächste Demonstration sei bereits für Januar geplant. Einige Schulen hätten signalisiert, die Initiative zu unterstützen. „Stress mit den Schulen gab es bisher gar nicht“, sagte Eggers. Erst am Dienstag war mit der Organisation der Veranstaltung begonnen worden.

Schülersprecher Linus Steinmetz (15) sagte zu der Aktion: „Gerade wir jungen Menschen müssen jetzt für eine gerechte Klimapolitik aufstehen. Denn die Zukunft unserer Generation wird verbaut. Gleichzeitig sind wir die Letzten, die noch die Möglichkeit haben, katastrophalen Klimawandel zu verhindern. Deshalb ist jetzt Zeit, auf die Straße zu gehen, denn das Klima wartet nicht, bis wir unseren Schulabschluss haben.“

Auch an anderen Orten in Deutschland streikten junge Menschen. Aktionen gab es in Kiel, Karlsruhe und Berlin.

Vorbild ist nach Angaben der Organisatoren die schwedische Schülerin Greta Thunberg, die mit einem mehrwöchigem Schulstreik internationale Medienaufmerksamkeit erlangte. In Australien und den USA hätten bereits Tausende Schülerinnen und Schüler gestreikt, hieß es. Auch in Großbritannien, Frankreich und Niederlande seien in naher Zukunft Schulstreiks geplant. (bsc/epd)

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