Kinder wurden ins Stück eingebunden

700 Zuschauer sahen Familienfassung der Festspieloper Lotario

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Schlüpfte in die Rolle des Königs: Kika-Moderator Juri Tetzlaff (unten rechts) sorgte für Lacher als er einen Schluck aus dem vergifteten Kelch nahm und mit wilder Gestik und Mimik zu Boden sank.

Göttingen. 700 Zuschauer sahen am Samstag die Familienfassung der Händel-Festspiele-Oper Lotario in der Göttinger Stadthalle. Kika-Moderator Juri Tetzlaff begleitete die Aufführung.

Kann eine Opernaufführung auch locker und sogar lustig sein? Sie kann! Das bewies am Samstag die Familienfassung der Händel-Festspiele-Oper Lotario in der mit rund 700 jungen und jung gebliebenen Zuschauern gut besuchten Göttinger Stadthalle.

Dass selbst kleinere Kinder bei dieser Veranstaltung voll auf ihre Kosten kamen und von der ersten bis zur letzten Minute begeistert bei der Sache waren, dafür sorgte vor allem Kika-Moderator Juri Tetzlaff.

In kurzen Sequenzen erzählte er kindgerecht die abenteuerliche Geschichte von Berengario und seiner Frau Matilde, die zuerst den König von Italien töten und dann alles daran setzen, ihren Sohn Idelberto mit der trauernden Königin Adelaide zu verheiraten, um sich die Herrschaft über Italien zu sichern. Davon, wie der deutsche König Lotario ihr zur Hilfe eilt, gegen Berengario und Matilde in die Schlacht zieht und Adelaide aus den Fängen des bösen Paares befreit. Und davon, wie Idelberto am Ende doch den Thron besteigt, Adelaide und Lotario aber ein Paar werden und gemeinsam ihre Liebe besingen.

Immer wieder band Tetzlaff während der 75-minütigen Vorstellung die Zuschauer ins Geschehen ein, ließ die Kinder auf der Bühne Bäume, Gräser und Sträucher darstellen oder forderte alle Anwesenden auf, die Darsteller lautstark auf der Bühne zu empfangen. Mit Ankündigungen wie „jetzt guckt Euch mal an, was die fiese Matilde mit Adelaide macht“, sorgte Juri Tetzlaff dabei ebenso für Lacher wie wenn er selbst in die Rolle des Königs schlüpfte, einen Schluck aus dem vergifteten Kelch nahm und mit wilder Gestik und Mimik zu Boden sank.

Ein echtes Opernerlebnis wurde es für alle Anwesenden jedoch erst durch die Stars der Festspiel-Oper und das Festspiel-Orchester um Laurence Cummings, die sich auch in diesem Jahr wieder für diese außergewöhnliche Aufführung zur Verfügung stellten und die wie immer mit spürbarer Begeisterung dabei waren.

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