Basketball Bundesliga: BG bei Löwen Braunschweig

86:91 in Braunschweig: BG Göttingen verliert Niedersachsen-Derby zum Saisonende

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Derby-Kampf: BG-Göttingen-Center Darius Carter (wühlt sich mit Ball durch - auch gegen den Ex-BGer Scott Eatherton (links), der mit den Löwen Braunschweig mit 91:86 gewann.  

Braunschweig. Die fantastische Unterstützung von 600 mitgereisten Fans reichte im Derby gegen Braunschweig nicht: Die BG verlor ihr letztes Saison-Auswärtsspiel.

Vor 3603 Zuschauern hieß es am Ende in einem umkämpften Spiel 86:91 (46:50) aus Sicht der Göttinger. Zum Finale war es noch einmal ein packender Niedersachsen-Krimi. Das Schöne: Es gibt ihn auch kommende Saison. 

Die kürzeste Anreise zum letzten Auswärtsspiel der Veilchen, die wieder ohne Leon Williams – überzähliger Ausländer – antraten, hatte Frank Meinertshagen. „Es waren nur etwa 60 Kilometer“, meinte der BG-Geschäftsführer, als sich die Veilchen-Fans vor dem Spiel schon mal einsangen. „Ohne Göttingen ist hier gar nichts los“ und „Let´s go, BG, let´s go“ donnerte es durch die Volkswagenhalle.

Dennis Schröder schaut zu

Und von Gastgeber-Seite? Nur das vielerorts übliche Klatschpappen-Publikum. Berühmter Zuschauer am Spielfeldrand war NBA-Star und Löwen-Unterstützer Dennis Schröder.

Dennis Carter brachte die BGer in Front und ließ zum 6:5 einen krachenden Dunk folgen. Die BG gab den Ton an, Carter und Will Buford punkteten weiter. Da wollte sich auch 2,09-m-Center Dennis Kramer nicht lumpen lassen, stopfte Braunschweig, das ohne die verletzten Janavicius, Jaramaz und Koné antrat, den nächsten Dunk rein. Das sah gut aus, wie die BG spielte und 25:18 führte. Nach den ersten zehn Minuten stand eine knappe 28:26-Führung für die lila Gäste.

Im zweiten Viertel kam die BG fast gar nicht in Gang. Braunschweig dominierte, nicht zuletzt wegen Ex-Veilchen Scott Eatherton, der hinten jeden Rebound einsammelte und vorne traf. Nach 15 Minuten standen m zweiten Abschnitt 5:15-Punkte aus BG-Sicht, auch, weil es in der Abwehr hakte. Nur mühsam rappelten sich die Veilchen auf, starteten aber einen 7:0-Lauf und kamen auf 39:41 heran.

Löwen-Pausenführung

Dominic Lockhart glich mit einem „Drei-Punkt-Spiel“ zum 42:42 aus. Buford und Joanic Grüttner punkteten für die Veilchen weiter, doch die Löwen bissen sich zu einer 50:46-Führung zur Pause.

Zu Beginn der zweiten Hälfte blieben die Veilchen dran, doch Mitch Creek und Carter konnten drei Freiwürfe nicht nutzen. Und überhaupt lief es nun nicht mehr rund bei den Göttingern, die Löwen zogen auf 71:57 weg, ehe Rush seinen 95. und 96. Dreier in dieser Saison zum 65:71 (28.) verwandelte. Doch nach 30 Minuten war das Roijakkers-Team weiter mit 69:75 hinten.

Im Schlussdurchgang wurde die Partie dann doch noch einmal zu einem Krimi. Haukohl traf den nächsten Dreier und gleich noch einen zum 75:77. Die Fans feuerten ihr Team frenetisch an, Buford verkürzte zum 80:81. Ein Dreier des Österreichers Thomas Klepeisz zum 86:82 tat der BG weh.

Alle Anstrengung half nichts mehr, obwohl Rush Dreier Nummer 97 einnetzte. Das bessere Ende hatten die Löwen für sich. Aber: Auch in dieser Partie wäre für die Veilchen mehr drin gewesen.

Rockets steigen ab

Die Abstiegs-Entscheidung übrigens fiel zugunsten von Bremerhaven, das Gießen 87:74 schlug. Die Rockets Gotha/Erfurt verloren 81:85 in Jena und steigen ab. (haz/wg/gsd)

Statistik

BG: Lockhart 10, Kramer 2, Carter 16, Rush 27, Stockton 9, Loveridge 2, Stechmann, Larysz, Haukohl 5, Buford 15, Creek, Grüttner 2.

Braunschweigs beste Werfer: Eatherton 24, Lansdowne 14, Figge 12, Klepeisz 12.

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