Wegen Seuchenschutz konfisziert

Zoll-Kontrolle auf der A7: Beamte entdecken zwei Welpen und Schlachterzeugnisse

Zwei Welpen: Sie wurden vom Zoll in einem Transporter auf einem Parkplatz an der Autobahn 7 im Landkreis Göttingen gefunden. Es handelt sich um einen Rottweiler.
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Zwei Welpen: Sie wurden vom Zoll in einem Transporter auf einem Parkplatz an der Autobahn 7 im Landkreis Göttingen gefunden. Es handelt sich um einen Rottweiler.

Während einer Zoll-Kontrolle eines bulgarischen Transporters auf dem Parkplatz Hackelberg an der A7 wurden zwei Welpen und verschiedene Schlachterzeugnisse gefunden.

Göttingen – Die Beamten griffen aus seuchenrechtlichen Gründen ein. Bei den beiden Hundewelpen handelte es sich einen Rottweiler und einen Cane Corso. Sie wurden jeweils ganz beengt in Boxen ohne Futter und Wasser auf der Ladefläche transportiert.

Zwar konnten die beiden rumänischen Fahrzeuginsassen Heimtierausweise für die Welpen vorlegen, jedoch bestehen Zweifel an deren Echtheit. Deshalb stellte das Veterinäramt Göttingen die Tiere zum Schutz der Allgemeinheit vor Tollwut unter amtliche Quarantäne.

Auch dieser Cane-Corso-Welpe wurde in dem kontrollierten Transporter gefunden.

Zoll-Kontrolle auf der A7: Fleisch wird zum Seuchenschutz vernichtet

Zusätzlich war aber auch die weitere Ladung seuchenschutzrechtlich problematisch: In dem ungekühlten Transporter fanden sich neben den Welpen noch ein ganzes, geschlachtetes Schaf und diverse Schlachterzeugnisse vom Schwein. Das Fleisch stammt aus Hausschlachtungen in Rumänien.

Selbstgeschlachtetes Fleisch darf jedoch auch innerhalb Europas nicht in andere Länder gebracht werden, da bei Hausschlachtungen regelmäßig nicht die erforderlichen Gesundheitsnachweise erbracht werden können. Zudem handelt es sich bei der rumänischen Heimat der Tiere um einen Hotspot für Schweinegrippen. Um das Risiko der Ausbreitung der Seuche zu minimieren, wird das Fleisch nun amtlich vernichtet.

„In der aktuellen Situation verstehen zum Glück wieder viele, dass wir manchmal unbequeme Entscheidung zum Seuchenschutz treffen müssen“, sagte ein Sprecher des Hauptzollamtes Braunschweig, das diesen Transport beendete. Um den Fall und die weiteren Schritte kümmert sich nun das Veterinäramt des Landkreises Göttingen. (bsc)

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