Die andere Bus-Linie

Ab 31. Juli: Täglich sechs Bürgerbus-Fahrten von Dransfeld nach Göttingen 

Sind mit dem Bürgerbus Dransfeld unterwegs: von links Andreas Gruber, Jens Hartwig, Gerhard Löcker, Ideengeber Andreas Kulle, Johannes Simon, Heidrun Schridde und Gisela Löcker. Fotos: Niesen

Göttingen/Dransfeld. Die neue Bürgerbus-Linie zwischen dem Kaufpark und Dransfeld startet am 31. Juli, zunächst mit einem Kleinbus.

Göttingen/Dransfeld. Die neue Bürgerbus-Linie zwischen dem Göttinger Kaufpark und Dransfeld nimmt am 31. Juli seinen Dienst auf, zunächst herkömmlich mit einem von einem Verbrennungsmotor angetriebenen Kleinbus, voraussichtlich von Mitte Oktober an rein elektrisch. Das Steuer der sechs Verbindungen täglich von montags bis freitags übernehmen ehrenamtliche Fahrer.

Für das Land Niedersachsen ist der Einsatz eines barrierefreien und umweltfreundlichen Elektro-Bürgerbusses eine Premiere, sagte der Geschäftsführer des Vereins Bürgerbus Göttingen-Dransfeld, Gerhard Löcker, bei der Vorstellung des Projekts. Löcker, der schon im Großraum Hameln einige Bürgerbusse ins Laufen gebracht hat, sagte am Nachmittag, dass schon am 31. Juli ein kleines Elektro-Auto fahren werde, mit Unterstützung von Renault.

Die Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) kümmern sich um die Anschaffung des rund 135 000 Euro teuren, neunsitzigen Fahrzeugs. „Die Lieferzeiten sind leider sehr lang“, bedauerte der Betriebsleiter der Betriebe, Thomas Zimmermann, dass der Elektrobus, erst von Oktober an zum Einsatz kommen kann.

Modellbus zur Begrüßung: Geschäftsführer des Vereins Bürgerbus, Gerhard Löcker (l.), überreicht Johannes Simon einen Modellbus.

An den Kosten des Projektes beteiligt sich das Land mit 75 Prozent. Die Fahrer arbeiten ehrenamtlich. Weitere Fahrer werden gesucht, die in der Woche drei Stunden lang eingesetzt werden sollen. Zu ihnen gehört auch der Geschäftsführer des Kaufparks, Andreas Gruber“, der seinen Busführerschein bei der Bundeswehr gemacht hat. „Bus fahren macht einfach Spaß.“

Ganz begeistert ist er von dem Elektroantrieb. Damit befindet er sich in Gesellschaft von Johannes Simon. Der Student der Verkehrstechnik ist fasziniert davon, bei einem neuen Projekt dabei zu sein. Er hat keinen Busführerschein. Er ist für dafür auch nicht erforderlich. Ein Führerschein der Klasse B reicht aus, aber ohne Gesundheitsuntersuchung läuft nichts.

Dransfelds Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers begrüßte das Vorhaben. „Das bringt Mobilität auf unsere Dörfer.“ Die Dransfelder Vorsitzende des Seniorenbeirats, Helga Ganz, sagte: „Es wäre gerade für unsere älteren Einwohner schön, wenn wir eine Fahrgelegenheit zu jedem unserer 14 Dörfer hätten.“ (zhp) 

• Kontakt: gerhardloecker@freenet.de, Tel. 05158/864 oder 0176/64364225

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