Behinderungen ab Herbst in Göttingens Osten

Ab Herbst wird die Merkelstraße in Göttingen grundsaniert

Sanierungsfall: Die Merkelstraße im Göttinger Ostviertel wird ab Herbst 2018 saniert. Der Sanierungsbereich beginnt am Bereich Hainholzweg (hinten im Bild) und reicht bis zur Straße Am Steinsgraben. Donnerstag informiert die Stadt über das Vorhaben. Foto: Kopietz

Göttingen. Mit Verkehrsbehinderungen und Umwegen müssen Autofahrer ab Herbst im Göttinger Ostviertel rechnen: Dann startet die Sanierung der Merkelstraße.

Und die Stadtverwaltung plant eine Sperrung der Straße für den Durchgangsverkehr.

Anwohner sollen ihre Grundstücke aber „weitgehend“ anfahren können, wie die Stadt mitteilt, die am Donnerstag, 25. Januar, ab 18 Uhr allen Interessierten eine Information im Ratssaal des Neuen Rathauses anbietet.

Die nach dem ehemaligen Oberbürgermeister Georg Merkel benannte Straße ist eine wichtige Verbindung im Göttinger Osten, eine Hauptverkehrsstraße, und entlastet Straßen, die näher zur Innenstadt liegen.

Wer nach starken Niederschlägen auf der Merkelstraße unterwegs ist, spürt, warum die Fahrbahn und der Unterbau neu gestaltet werden müssen: Die Fahrbahn ist stellenweise eine Seenplatte, Pfützen sammeln sich auch im Bereich der Gully-Abflüsse.

Die Straßenbreite soll nach den Bauarbeiten gleich, auch die Radverkehrsführung auf der Straße bestehen bleiben, also kein separater Radweg eingerichtet werden. Tempo 30 soll weiterhin gelten.

Die Stadt will während der Info-Veranstaltung auch Ausbauvarianten vorstellen. Anregungen werden entgegengenommen und sollen eventuell in der Planung – wenn möglich – berücksichtigt werden.

Klar ist aber: Saniert wird in zwei Bauabschnitten, zuerst von der Straße „Am Steinsgraben“ bis zur Calsowstraße, später dann von der Calsowstraße bis zum Hainholzweg.

Namensgeber Georg Merkel

Merkel (1829 bis 1898) war ein wichtiger Oberbürgermeister in der Historie Göttingens. Er sorgte für die Aufforstung des Hainberges, des heutigen Göttinger Stadtwaldes, der knapp oberhalb der Merkelstraße beginnt. In seine Amtszeit fallen auch die zentrale Wasserversorgung (1877) und die moderne Entsorgung der Abwässer (1890). Bedeutend für die Stadt war der Bau des Deutschen Theaters (1890). Nicht weniger wichtig der neue Zentralfriedhof (1880), der kommunale Schlachthof (1883), die Desinfektionsanstalt (1884) und die Sanierung des Alten Rathauses (1883). Auf Merkels Initiative wurden nach Jenaer Vorbild die Göttinger Gedenktafeln eingeführt. (tko)

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