Erleichterung bei Studenten

Abbruch wegen Bombenfund: Medizin-Examen in Göttingen muss nicht wiederholt werden

Normalerweise herrscht bei den Examensprüfungen absolute Ruhe: Am vergangenen Donnerstag kam eine Evakuierung dazwischen. (Symbolbild)
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Normalerweise herrscht bei den Examensprüfungen absolute Ruhe: Am vergangenen Donnerstag kam eine Evakuierung dazwischen. (Symbolbild)

Von der Evakuierung wegen eines Bombenfunds waren 125 Studenten der Göttinger Universitätsmedizin besonders betroffen: Es war der dritte Prüfungstag für ihr Staatsexamen.

Göttingen – Die Prüfung hatte bereits begonnen, als die Evakuierung angeordnet wurde. Die Medizinstudenten, die wochenlang für das Examen gelernt hatten, standen danach vor der Frage, ob sie den dritten Teil oder womöglich die gesamte Prüfung wiederholen müssen. Das Landesprüfungsamt hat nun entschieden, dass die abgebrochene Prüfung nicht nachgeholt wird. „Es werden jetzt die Ergebnisse der ersten beiden Tage gewertet“, teilte der Sprecher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), Stefan Weller, mit.

Die sogenannte M2-Prüfung ist der zweite Abschnitt der ärztlichen Prüfung. Diese wird nach dem zehnten Fachsemester absolviert, anschließend absolvieren die Medizinstudenten ihr Praktisches Jahr (PJ). Da es sich um ein Staatsexamen handelt, findet die Prüfung zeitgleich und mit identischen Aufgaben in ganz Deutschland statt. Prüfungsort für die Göttinger Medizinstudenten war das Verfügungsgebäude auf dem Zentralcampus. An den ersten beiden Prüfungstagen hatten sie 214 Fragen zu bewältigen, der dritte Teil am Donnerstag umfasste weitere 106 Fragen. Als die Medizinstudenten bereits über den ersten Prüfungsaufgaben brüteten, kam am Vormittag die Nachricht, dass sie das Gebäude räumen müssen, weil dieses im Evakuierungsgebiet lag.

Da die Göttinger Medizinstudenten ohne eigenes Verschulden das Examen nicht zu Ende bringen konnten, suchten die Verantwortlichen nach einer sowohl rechtskonformen als auch studentenfreundlichen Lösung für diesen speziellen Fall von höherer Gewalt. (Heide Niemann)

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