Heute Semesterauftakt

ABC zum Studienstart: Wegweiser durch den Uni-Dschungel

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Studenten bei einer Vorlesung im Zentralen Hörsaalgebäude der Uni Göttingen: Tausende Nachwuchs-Akademiker starten in diesen Tagen ins Studium.

Zu Beginn des Wintersemesters kämpfen sich wieder viele durch den Uni-Dschungel in Göttingen. Unser kleines Uni-ABC kann dabei helfen, sich besser im Unialltag und in der Stadt zurechtzufinden.

• Asta: Der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) ist für alle Aufgaben der Studenten zuständig. Er bietet eine Reihe von Dienstleistungen, wie Rechtsberatung oder Hilfe bei der Wohnungssuche.

• Bachelor: Der Bachelorabschluss ersetzt in vielen Studiengängen das Diplom. Das Bachelorstudium dauert in der Regel sechs Semester (drei Jahre) und soll durch eine starke Praxisorientierung die Studis auf die Berufswelt vorbereiten.

• Campus: Als Campus wird das gesamte Uni-Gelände bezeichnet.

• Deutsches Theater: Das Deutsche Theater das größte Schauspielhaus in Göttingen. Auf dem Spielplan stehen sowohl bekannte Stücke, als auch Produktionen junger Regisseure.

• Erstsemester: Sie schreiben in Vorlesungen alles mit und erscheinen stets pünktlich. Meist legt sich das nach dem ersten Semester, wenn die Routine eintritt.

• Fachschaft: Fachschaften setzten sich aus Studierenden zusammen, die ihren Kommilitonen mit Rat und Tat zur Seite stehen – zum Beispiel mit Klausuren aus früheren Semestern.

• Gänseliesel: Die Gänseliesel-Figur ist das Wahrzeichen Göttingens am Brunnen vor dem Alten Rathaus. Jedes Jahr wird eine junge, hübsche Frau zum Gänseliesel gewählt, die mit repräsentativen Aufgaben betraut wird.

• Hörsaal: Dozenten halten dort ihre Vorlesungen ab, während die Studenten auf unbequemen Holzstühlen hoffen, dass sie sich nicht wundsitzen. Kleiner Tipp: Ein Sitzkissen hilft.

• Immatrikulation: Bezeichnet das Anmeldeverfahren an Hochschulen.

 Junges Theater: Kleines Schauspielhaus mit festen Ensemble. Überzeugt mit jungen Produktionen.

• Kolloquium: Versammlung von Wissenschaftlern. Sie halten gegenseitig Vorträge und diskutieren anschließend.

• Langzeitstudent: War in den 1960er Jahren eine weit vebreitete Spezies. Heute ist der Langzeitstudent vom Aussterben bedroht.

• Master: Der Master ist ein nach dem Bachelorabschluss vertiefender Studiengang von vier Semestern. Vergleichbar mit dem altbekannten Magister.

• Nörgelbuff: Das Nörgelbuff ist ein Liveclub an der Groner Straße. Regelmäßig finden Konzerte, Lesungen und Disco-Abende statt.

• O-Phase: Die Orientierungs-phase soll den angehenden Erstsemestern einen Überblick für den Studienstart geben. Dabei wird zum Teil kräftig gefeiert.

• Praktikum: Hilfreich, um sich während des Studiums beruflich zu orientieren. In den meisten Bachelor- und Masterstudiengängen sind sie mittlerweile vorgeschrieben.

• Rathaus: Die Stadtverwaltung residiert in Göttingen im Neuen Rathaus am Hiroshimaplatz. An den Türmen ist das Gebäude bereits von Weiten erkennbar.

• Semesterticket: Für die Studenten in Göttingen gibt es gleich drei. Sie gelten in den Regionalzügen, in den Göttinger Stadtbussen sowie in vielen Kultureinrichtungen.

• Tutor: Eine meist schlecht bezahlte Tätigkeit für Studenten. Mit ihrem Tutor gehen Studenten nach Vorlesungen den Stoff nochmal durch und klären Fragen und Probleme.

• Universitätsbibliothek: Die Uni-Bibliothek ist ausgestattet mit allen wichtigen wissenschaftlichen Publikationen. Am Semesterende, wenn viele Hausarbeiten geschrieben werden, sind die meisten Werke verliehen. Deshalb: Bücher rechtzeitig ausleihen oder vormerken lassen.

• Vorlesung: Ein Professor redet eineinhalb Studen zu einem bestimmten Thema. Das kann mal hoch spannend und mal gähnend langweilig sein.

• Weender Straße: Die Weender Straße, beziehungsweise Landstraße ist die Einkaufsmeile in Göttingen.

• Xlab: Das Xlab ist ein Experimentierlabor der Uni Göttingen für junge Menschen, die sich für Naturwissenschaften begeistern.

• Ylab: Das Pendant zum Xlab soll junge Leute für ein Studium in den Geisteswissenschaften begeistern.

• Zettel: Zettel sind die wichtigsten Kommunikationsmittel auf dem Campus. Egal ob man gebrauchte Bücher, Lerngruppen oder eine neue Wohngemeinschaft sucht. Ein Blick ans Schwarze Brett lohnt sich immer.

Entlastung durch die neue Buslinie 93

Die Göttinger Verkehrsbetriebe bieten zum Semesterstart eine Verstärker-Buslinie an. Bus 93 pendelt zwischen dem Bahnhof und dem Nord-Campus (Haltestelle Tammannstraße). Grund für die Zusatz-Linie, die in den Wintermonaten fahren wird, ist die extreme Auslastung der Linien 91/92 im Wintersemester.

Die Linie 93 fährt vom Bahnhof über die Berliner Straße, Nikolausberger Weg, Goßlerstraße, Theodor-Heuss-Straße, An der Lutter und Robert-Koch-Straße zum Nord-Campus. Studenten der Universität Göttingen können die Stadtbusse übrigens ohne Mehrkosten nutzen. Die Fahrten sind über das Semesterticket der Uni abgedeckt.

Mehr als 31.000 Studenten eingeschrieben

Mit mehr als 31.000 bleibt die Zahl der Studierenden im aktuellen Wintersemester an der Universität Göttingen auf dem hohen Niveau des Vorjahres.

Seit 2010 hat sich die Gesamtzahl der Studenen um 30 Prozent erhöht. Der Anteil internationaler Studierender liegt derzeit bei 13 Prozent. Das geht aus den aktuellen Zahlen der Universität hervor. In diesen Tagen haben sich 5600 Studierende neu in Göttingen eingeschrieben, davon knapp 4200 im ersten Hochschulsemester. 

„Wir freuen uns über die anhaltend hohe Nachfrage nach unseren Studienangeboten“, sagte Prof. Dr. Andrea D. Bührmann, Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Chancengleichheit. „Göttingen ist ein attraktiver Studienstandort, an dem die Universität nicht nur eine Fülle von Studienmöglichkeiten, sondern auch sehr gute Rahmenbedingungen für Studium und Lehre anbietet.“

Die meisten neuen Studenten gibt es mit etwa 1000 an der Philosophische Fakultät. An der Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät haben sich etwa 700 Studierende eingeschrieben. Jeweils etwa 600 neue Studenten haben sich für die Fakultät für Biologie und Psychologie sowie für die Sozialwissenschaftliche Fakultät entschieden. 

Die Universität Göttingen hat auch zum aktuellen Wintersemester in stark nachgefragten Bachelor- und Staatsexamensstudiengängen mit Hilfe des Hochschulpaktes 2020 mehr als 960 zusätzliche Studienanfängerplätze eingerichtet. In einer Reihe von Fächern werden zusätzliche Professuren und Lehrkräfte unter anderem auch über den Hochschulpakt und den „Qualitätspakt Lehre“ (Programm Göttingen Campus QPlus) bezahlt.

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