Wachpolizei als Unterstützung? 

Abgeordneter Güntzler (CDU): Mehr Polizei soll Einbrüche verhindern

+
Fordert mehr Polizeipräsenz: Bundestagsabgeordneter Fritz Güntzler (CDU). 

Göttingen. Die Polizei in Südniedersachsen benötigt mehr Beamte. Der Göttinger Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler (CDU) will mit mehr Präsenz Einbrüche verhindern.

Der Abgeordnete begründet die Forderung mit dem Anstieg der Wohnungseinbrüche um ein Fünftel im vergangenen Jahr. „Die Zahlen zeigen doch, dass wir mehr Präsenz auf der Straße brauchen, um Einbrüche zu verhindern.“

Vor diesem Hintergrund versteht der Abgeordnete nicht, warum Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius, Wachpolizisten zur Unterstützung der Polizeibeamten einzusetzen, ablehnt. In Hessen und Sachsen habe man bereits gute Erfahrungen mit dem Einsatz von Wachpolizisten zur Unterstützung der Beamten gemacht. Für Güntzler sind die Wachpolizisten aber nur eine Übergangslösung. „Niedersachsen braucht unbedingt 1000 zusätzliche Polizisten.“

Rückenwind für ein Mehr an Beamten kommt von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in der Region. Hintergrund: Die Beamten der Polizeidirektion Göttingen hatten Ende vergangenen Jahres fast 189 000 Überstunden gesammelt. Bei einer Jahresarbeitszeit von gut 1750 Stunden sind das mehr als 100 Beamte, die allein in der Direktion fehlen. Aktuelles Problem: Der Überstundenberg ist in diesem Jahr wieder angewachsen.

Das Innenministerium verweist darauf, dass die Zahl der Polizisten landesweit seit 2011 um gut 200 auf derzeit 18 400 angestiegen sei. Hinzu kommen 2440 Anwärter-Stellen. Mit gut 20 800 Polizisten sei dies der Höchststand seit der Gründung des Landes Niedersachsen.

Ein klares Nein kommt von der Gewerkschaft der Polizei allerdings mit Blick auf das Thema Wachpolizisten: „Wo Polizei drauf steht, muss auch Polizei drin sein“, sagt Michael Bersenkowitsch. Und Innenminister Pistorius sagt: „Wo Polizei fehlt, muss mehr ausgebildet und eingestellt werden.“ 

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.