Zum letzten Mal Live-Musik am alten Standort

Abschied vom alten Exil - Jetzt Umzug ins Iduna-Zentrum

+
Letzter Auftritt im alten Exil: Die Band „Nudi tra i musicanti“ sorgte im Rock-Musik-Klub an der Prinzenstraße in Göttingen für Stimmung. Auch Sänger Leonardo Gizzi (Bild) freute sich, dass es im September an anderer Stelle weitergeht.

Göttingen. Crew und Besucher des Exils ließen es am Wochenende an der Prinzenstraße nocheinmal richtig krachen: Am Freitag und Samstag trafen sich dort Rockfans der Region zum letzten Mal vor dem Umzug an den neuen Standort.

Im Iduna-Zentrum an der Weender Landstraße geht es ab Anfang September weiter mit dem Göttinger „Rock-Music-Club“ Exil mit viel Live-Musik und Rockdisco.

Es hatte viel von einem großen Familienfest, als sich der Kellerklub am Freitagabend für eine intensive Live-Musikparty bis in die tiefe Nacht mit Musikern und Publikum füllte. „Die Stimmung ist im Keller - Wir feiern das letzte Wochenende im Exil“ - so das augenzwinkernde Motto für die beiden Abschlussabende im Musikkeller der Prinzenstraße 13, mit dem Bea Roth und ihr Team den Abschied am alten Standort angekündigt hatten. Von einem Stimmungstief war, wie zu erwarten, nichts zu spüren, im Gegenteil: Die Aufbruchsstimmung drängte manchen melancholische Gedanken schnell beiseite.

Ehre für die Musiker 

Dafür sorgten ein bestens aufgelegtes Publikum und etliche Musiker sowie Bands, die sich auf der Bühne abwechselten und gemeinsam für eine steigende Raumtemperatur sorgten. Darunter der Singer-Songwriter Tiffy en silencio, den viel mit dem Exil verbindet und dem es wie den anderen Musikern eine Ehre war, am letzten Live-Abend dort nochmals aufzutreten.

„Ich habe hier mein halbes Studium verbracht und mein halbes Bafög auf den Kopf gehauen,“ erklärte er, setzte sich mit seiner Gitarre auf die Bühne und begann ein kurzes Konzert mit tragikkomischen Liedern über Nazis, Musik-Business und Wanderhoden.

Club mit Bedeutung 

Ihm folgte das italienisch-deutsche Quartett Nudi tra i musicanti mit Songs von Pop über Ska bis Rock. Sänger Leonardo betonte in seiner Begrüßung die Bedeutung dieses Musikklubs für die Göttinger Musikszene und freute sich auf die Fortsetzung am neuen Standort: „We welcome the new Exil!“ Das Publikum nutzte den Platz vor der Bühne - zeitweise mit dem Sänger - ausgiebig zum Tanzen.

Kurz nach Mitternacht übernahmen die Pfandpiraten die Bühne in ihrem - so Schlagzeuger und Special-Effects-Spezialist Claudio - „Wohnzimmer“ mit energiegeladenem Punkrock, begleitet von einfallsreichen Showeinlagen mit LED-Ketten, Fußballtrikots und Cheerleadern. Weitere Bands ließen die Rockfans mit ihrer Live-Musik fünf Stunden nicht zur Ruhe kommen.

Am Samstagabend ging die Auszugsparty mit einer Rockdisco munter weiter.

3. September Eröffnung 

Jetzt folgt der Umzug an die Weender Landstraße 5. Und so so gab man bereits erste Konzerttermine bekannt: Die Eröffnungsparty mit einem Auftritt der Rock-Tribute-Band Last Exit steigt am 3. September. Am 9. September folgen Powerslave mit Iron Maiden-Songs und begleitend zum Soundcheck-Festival tritt am 17. September die Göttinger Band Flooot auf.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.