Verleihung der Promotionspreise

Absolventen der Physikalische Fakultät in Göttingen feiern Jahresabschluss

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Dr. Katharina Priebe

Göttingen. An der Fakultät für Physik der Universität Göttingen haben 69 Studierende in der zweiten Jahreshälfte 2018 ihr Studium abgeschlossen. 45 davon beendeten ein Bachelor-, 24 ein Masterstudium. Am Freitag wurden sie in der öffentlichen Festveranstaltung „Dies Physicus“ verabschiedet.

Als Festredner sprach Dr. Volker Bothmer vom Institut für Astrophysik, der die deutsche Beteiligung an der Raumsonde Parker Solar Probe leitet, zum Thema „Parker Solar Probe – Der Sonne zum Greifen nah“.

Dr. Armin Feist

Als beste Masterabsolventen wurden Thomas Böddeker, Corin Jung, Franz Kaiser, Marvin Klingner, Alexander Osterkorn, Sonka Reimers und Lucas Rudelt von der Dr. Berliner-Dr. Ungewitter-Stiftung geehrt. Dr. Katharina Priebe erhielt für eine Arbeit zur Quantenphysik den Promotionspreis der Stiftung. Dr. Armin Feist wurde mit dem Jan-Peter-Toennies-Physikpreis für seine experimentelle Dissertation aus der Materieforschung ausgezeichnet. Die Robert-Wichard-Pohl-Medaille erhielt Prof. Dr. Stefan Klumpp für seine kontinuierlich gute Lehre.

Priebe hat am IV. Physikalischen Institut über die Kontrolle von Quantenzuständen in freien Elektronen promoviert. Zusammen mit Prof. Dr. Thorsten Hohage vom Institut für Numerische und Angewandte Mathematik entwickelte sie einen Algorithmus zur Rekonstruktion bestimmter Quantenzustände. Mit ihren Ergebnissen können Atombewegungen unter dem Elektronenmikroskop besser untersucht werden.

Feist hat sich in seiner Promotion mit der Entwicklung und Anwendung einer neuartigen Form von ultraschneller Elektronenmikroskopie beschäftigt, die mit Elektronenblitzen arbeitet. Die Jury würdigte insbesondere, dass er eine scharfe Metallspitze für die Erzeugung dieser Elektronenpulse nutzte. Dies erhöht die Bildqualität sowie die räumliche Auflösung des Mikroskops. So kann das Verhalten nanostrukturierter Materialien auf ihren natürlichen Zeit- und Längsskalen besser untersucht werden.

Die Preise sind mit jeweils 1000 Euro dotiert. Beide Arbeiten wurden von Prof. Dr. Claus Ropers betreut und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziell unterstützt. (pug/ana)

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