Primatenzentrum und Uni arbeiten gemeinsam

Affen-Forschung in Teamarbeit

Julia Fischer

Göttingen. In Göttingen wird ein Leibniz-Wissenschaftscampus zur Erforschung der kognitiven Fähigkeiten von Affen und Menschen entstehen.

Für zunächst vier Jahre erhält der Forschungsverbund dazu jährlich 900.000 Euro von der Leibniz-Gemeinschaft, dem Deutschen Primatenzentrum (DPZ) und der Georg-August-Universität Göttingen. Gründungsmitglieder sind DPZ und Universität sowie das Bernstein Center for Computational Neuroscience (BCCN). In interdisziplinären Projekten wollen die Wissenschaftler ab Januar 2015 die kognitiven Fähigkeiten von Affen und Menschen erforschen.

„Wir möchten mit dem Leibniz-Wissenschaftscampus eine Plattform für interdisziplinäre Forschungsarbeit in Göttingen einrichten“, sagt Julia Fischer, Leiterin der Abteilung Kognitive Ethologie am DPZ und Sprecherin des Wissenschaftscampus. 23 Göttinger Forscher aus den Bereichen Verhaltensbiologie, Neurowissenschaften und Psychologie haben bereits ihre Beteiligung zugesagt. In fachübergreifenden Projekten wollen die Wissenschaftler die kognitiven Fähigkeiten von menschlichen und nicht-menschlichen Primaten vergleichen. Es geht dabei sowohl um die komplexen Prozesse der Informationsaufnahme und -verarbeitung sowie deren Umsetzung in Handlungen als auch um die Kommunikation bei Affen und Menschen.

„Dabei interessiert uns vor allem, welchen Einfluss soziale Beziehungen auf verschiedene Denkprozesse und daraus folgendes Verhalten haben“, sagt Julia Fischer. „Die Bedeutung der sozialen Kognition ist deshalb einer unserer Themenschwerpunkte.“ (shx) Archivfoto: dpz/nh

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