Quote sinkt auf 6,0 Prozent

Agentur: Belebung auf dem Arbeitsmarkt in Südniederschsen

Arbeitsagentur Göttingen.
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Angebot der Arbeitsagentur Göttingen: Sie will Studienabbrecher und Eltern von Jugendlichen erreichen.

Sinkende Arbeitslosenzahlen und eine leicht gestiegene Nachfrage nach Arbeitskräften im Vergleich zum Februar: So fällt die Bilanz für den südniedersächsischen Arbeitsmarkt mit Blick auf den Monat März aus.

Göttingen – Die Göttinger Agentur für Arbeit spricht von einer „leichten Frühjahrsbelebung“. Die Zahl der Arbeitslosen sank im Vergleich zum Februar um 449 auf 14.609. Die Arbeitslosenquote liegt jetzt bei 6,0 Prozent (minus 0,2 Prozent). Aktuell werden aus der Region 4433 offene Stellen, 123 mehr als im Vormonat, gemeldet.

Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat haben nahezu alle Gruppen am Arbeitsmarkt profitiert, ausgenommen die Gruppe der Langzeitarbeitslosen. Klaus Voelcker, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Göttingen, sagt zu der Entwicklung wie folgt: „Langzeitarbeitslosigkeit bedeutet, dass die Arbeitsuche länger als ein Jahr erfolglos war. Hierfür gibt es ein ganzes Bündel an Gründen, und nicht selten kommen mehrere Ursachen zusammen, die die Stellensuche erschweren.“

Dazu zählen laut Voelcker gesundheitliche Einschränkungen, Alter oder ungenügende Deutschkenntnisse. Weitere Gründe sind fehlende oder überholte berufliche Qualifikationen. „Daher ist das Risiko der Langzeitarbeitslosigkeit für Menschen ohne abgeschlossene Ausbildung, gerade in Krisenzeiten, meist höher als für gut qualifizierte Arbeitskräfte“, sagt der Experte. Dies ist seiner Sicht auch eine Erklärung dafür, dass innerhalb eines Jahres die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Südniedersachsen um 30 Prozent auf etwa 6500 angestiegen ist.

Die Auswirkungen der Pandemie werden auch beim Blick auf andere Vergleichszahlen der Vergleichszahlen deutlich. Im März 2020 lag die Arbeitslosenquote in Südniedersachsen noch bei 5,3 Prozent, also 0,7 Prozent unter dem aktuellen Wert. Gleichzeitig gab es damals noch mehr als 1700 Arbeitslose weniger.

Ein wichtiges Instrument, um ein noch stärkeres Ansteigen der Arbeitslosenzahlen zu vermeiden, ist weiterhin die Kurzarbeit. Endgültige Werte für den Agenturbezirk liegen inzwischen für den Spätsommer vor. Danach haben im Agenturbezirk 1351 Betriebe von der konjunkturellen Kurzarbeit Gebrauch gemacht. Davon profitierten 11.460 Beschäftigte. (Bernd Schlegel)

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