Aktion am Alten Rathaus: Zeiss-Mitarbeiter kämpfen um ihre Jobs

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Sind gegen die Entscheidung der Zeiss-Geschäftsleitung: Zum Protest kamen Mitarbeiter und ehemalige Beschäftigte der Firma Zeiss sowie Interessierte, die das Anliegen unterstützen, vor dem Alten Rathaus zusammen.

Göttingen. Gegen die geplanten Kündigungen bei dem Mikroskop-Hersteller Zeiss am Standort Göttingen protestierten am Freitagnachmittag Mitarbeiter, ehemalige Beschäftigte sowie Interessierte, die das Anliegen der „Zeissler“ unterstützen.

„Diese Demonstration war eigentlich nur als Unterschriftenaktion gegen die betriebsbedingten Kündigungen geplant, die nun den Mitarbeitern drohen“, sagte Axel Freerk, Betriebsratmitglied bei Zeiss Göttingen.

Weil zeitgleich eine Demontration gegen das Freihandelsabkommen TTIP auf am Göttinger Gänseliesel stattfand, beschlossen die Anwesenden spontan, für ihre Sache zu sprechen. Die Stimmung unter den Kollegen sei schlecht. Nach dem ersten Schock habe sich das Gefühl eingestellt, man müsse für seinen Arbeitsplatz und gegen die Entscheidung des Konzern kämpfen. „Was Zeiss Göttingen von den Produktionsstätten in Asien zum Beispiel deutlich abhebt, ist die Verbindung und Produktion und Entwicklung. Fällt der Forschungszweig weg, befürchten wir im Betriebsrat, dass der Standort in Göttingen über kurz oder lang komplett aufgegeben wird“, so Freerk weiter. Derzeit produziert Zeiss in Göttingen komplette Mikroskop-Systeme. Die Pläne der Geschäftleitung sehen vor, künftig nur noch einzelne Komponenten zu fertigen.

Lesen Sie dazu auch: 

- Nach Stellenabbau: Betriebsrat sieht Göttinger Zeiss-Werk in Gefahr

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