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Aktion „Lichtblick“ beschert schwerkranken Kindern in Göttingen Geschenke

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Von: Kim Henneking

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Ariane Bernecker („Drachenladen“), Dagmar Hildebrandt-Linne und Nadia Ehsani Ardekani (beide „Elternhaus“) stehen für die Aktion „Lichtblick“ in Göttingen.
Hoffen auf viele Spenden für kranke Kinder und ihre Geschwister: Von links Ariane Bernecker („Drachenladen“), Dagmar Hildebrandt-Linne und Nadia Ehsani Ardekani (beide „Elternhaus“) stehen für die Aktion „Lichtblick“ in Göttingen. © Kim Henneking

Die Göttinger Aktion „Lichtblick“ läuft im zehnten Jahr und bereitet auch Eltern und Geschwister schwerkranker Kinder große Freude.

Göttingen – Seit zehn Jahren gibt es die Aktion „Lichtblick“ – Geschenke für schwerkranke Kinder“ in Göttingen. Damit werden Kinder und Jugendliche sowie ihre Geschwister, die im Elternhaus Göttingen leben oder in der UMG-Kinderklinik versorgt werden, unterstützt. In elf Geschäften können Gutscheine und Geschenke für die Kinder gespendet werden.

Das ist besonders zur Weihnachtszeit eine große Erleichterung für die Familien, erklärt Dagmar Hildebrandt-Linne vom Verein Elternhilfe für das krebskranke Kind. „Die Erfüllung eines Herzenswunsches ist unbezahlbar in dieser schwierigen Situation“, sagt sie. Denn oft fehle den finanziell belasteten Eltern Geld für Geschenke.

Erfüllung eines Herzenswunsches: Aktion „Lichtblick“ beschenkt schwerkranke Kinder

Eine der elf Teilnehmer ist Ariane Bernecker, Inhaberin des Spielgeschäfts „Drachenladen“. „Die Aktion läuft das ganze Jahr. Aber vor Weihnachten kommen besonders viele Spenden“, erzählt die Einzelhändlerin. Dafür steht im Geschäft ein Tisch mit Spielen bereit, die sich die betroffenen Kinder wünschen. Eine Kundin spare das Jahr über, um im Advent einen besonders großen Wunsch erfüllen zu können. Viele Familien würden auch gemeinsam spenden.

Die Aktion ins Leben gerufen hat Nadia Ehsani Ardekani, ehrenamtliche Helferin im Elternhaus. „Es ist auch für die Kinder wichtig, dass ihre Eltern entlastet werden“, sagt Ehsani Ardekani. Das habe sie selbst erlebt, als sie als Kind krank war. „Ich schätze die Arbeit des Elternhauses sehr. Das hätte ich mir für meine Eltern gewünscht.“

Es ist auch für die Kinder wichtig, dass ihre Eltern entlastet werden.

Nadia Ehsani Ardekani

Auf den Plakaten der Spendenaktion ist das Foto eines Jungen zu sehen, der an Krebs erkrankt ist. Der dreijährige Ilja ist mit seiner Mutter im Februar aus Kiev geflohen, erzählt Hildebrandt-Linne. In Göttingen werde er nun weiter behandelt. Auch der Vater sei mittlerweile zur Familie gestoßen. „Sehr gerne unterstütze ich die Aktion Lichtblick für schwerkranke Kinder als Schirmfrau“, sagt Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt.

„Ein besonderes Merkmal der Aktion ist es, dass sie schwerkranke Kinder im Blick hat, zugleich aber auch an deren Geschwister denkt. Sie kommen oft zu kurz, denn häufig gilt die ganze Kraft der Familie dem kranken Kind. Umso schöner ist es dann, wenn an alle gedacht ist und das Schenken gleich doppelt so viel Freude bereitet.“ Für Broistedt ist die Aktion ein sehr lobenswertes Engagement. „Dafür danke ich allen Beteiligten vor und hinter den Kulissen.“

Diese Geschäfte nehmen in Göttingen an der Aktion „Lichtblick“ teil

(Kim Henneking)

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