Motto „Wir schauen hin“

Aktion am Max-Planck-Gymnasium: Training gegen die Gewalt auf der Straße

Mit dabei: Auch Organisatorin Jacqueline Emmermann vom Präventionsteam der Polizei Göttingen (rechts) nahm aktiv am Selbstbehauptungstraining teil. Foto: Schröter

Göttingen. Mit einem Aktionstag unter dem Motto „Wir schauen hin“, beteiligten sich Schüler des Göttinger Max-Planck-Gymnasiums (MPG) am Donnerstag an der landesweiten Woche für Zivilcourage.

Was geht mich das an? Was kann ich denn schon tun? Gibt es nicht andere, die für so etwas zuständig sind? „Es sind immer die gleichen Fragen, mit denen sich Weggucker rechtfertigen, die untätig Zeuge einer Straftat gewordne sind“, sagt Organisatorin Jacqueline Emmermann vom Präventionsteam der Polizei Göttingen. Gleichgültigkeit, Bequemlichkeit und ein Desinteresse am Schicksal anderer seien in unserer Gesellschaft häufig anzutreffen.

Belästigung

„Andererseits fühlen sich viele aber auch betroffen und wollen helfen, wenn andere belästigt, beraubt oder bedroht werden“, so Emmermann. Dennoch bleibe auch bei diesen Menschen die Hilfe oft aus, weil es entweder am Wissen fehle oder weil man sich vor den Unannehmlichkeiten fürchte, die das eigene Engagement mit sich bringen könnte.

„Fakt ist, dass wir alle sind schon von Gesetztes wegen verpflichtet sind, bei einer Straftat im Rahmen unserer Möglichkeiten einzugreifen“, betont Jacqueline Emmermann. Genau deshalb haben man den MPG-Schülern beim Aktionstag auch anhand von drei verschiedenen Veranstaltungen zeigen wollen, was Zivilcourage ausmacht und wie man im Falle eines Falles für andere eintreten kann, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Den Auftakt machte dabei eine Mitmachaktion unter dem Motto „Hinschauen statt Wegschauen“, bei der Schüler ihre Schule von Farbschmierereien befreiten und für mehr Achtsamkeit warben. In einem

Selbstbehauptungstraining mit Vinca Süszer vom Verein Hara wurden anschließend gewaltfreie Handlungsalternativen eingeübt. Den Abschluss bildete das interaktive Theaterstück „Mut kann jeder“ der Zivilcourage-Kids, bei dem das Thema mit Gesang, Schauspiel und Theorie im Zusammenspiel mit den Schülern des MPG aufgearbeitet wurde.

„Wir wollen auch im Gymnasium Jugendlichen die Kultur der Achtsamkeit, der Verantwortung und des sozialen Umgangs miteinander näher bringen“, sagt Heike Klischka, Betreuungslehrerin der MPG-Schülervertretung. Dieser Aktionstag habe definitiv seinen Teil dazu beigetragen. Weitere Infos gibt es im Internet. (per)

www.aktion-tu-was.de

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