Stadtratsfraktion der Linken macht mobil

Aktionsbündnis will Göttinger Biowärmezentrum verhindern

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Ecke Maschmühlenweg/Hildebrandstraße: Hier soll das geplante Biowärmezentrum entstehen. Die Göttinger Linke verweigert im Stadtrat aber die Zustimmung zum Verkauf des Grundstücks an die Stadtwerke.

Göttingen. Das geplante Biowärmezentrum der Göttinger Stadtwerke sorgt weiter für Diskussionen im Stadtrat und der Öffentlichkeit. Vor allem die Göttinger Linke macht mobil.

Nachdem die Ratsfraktion schon im alten Jahr angekündigt hatte, die Zustimmung im Rat für den Verkauf des Grundstückes Ecke Maschmühlenweg/Hildebrandstraße an die Stadtwerke zu verweigern, kündigten die Linken mit den Partnern des „Bündnisses gegen Biowärmezentrum Göttingen“ nun eine Diskussionsrunde an. Am Mittwoch, 24. Januar, sollen im Zentralen Hörsaalgebäude der Universität Göttingen ab 19 Uhr die möglichen Komplikationen beim Betrieb eines solchen Biowärmezentrums thematisiert werden.

Eine von der Göttinger Linken beantragte intensive Aussprache zu allen Aspekten des Baus und Betriebs der geplanten Anlage war im Vormonat ohne eine Einigung auf eine gemeinsame Linie des Rates geblieben. In der Folge verweigerte die Ratsfraktion der Linken nicht nur die Zustimmung zum Kauf des Grundstücks, auf dem die Anlage entstehen soll. In einer Mitteilung kündigten die Linken auch an, ein Gutachten zu ökologischen, ökonomischen und vergaberechtlichen Aspekten anfertigen zu lassen. Aus Sicht des Fraktionsvorsitzenden Gerd Nier seien wesentliche Fragen aus diesen Bereichen noch nicht geklärt.

Bei der Diskussionsveranstaltung Ende Januar will das Aktionsbündnis gegen den Bau des Wärmenzentrums noch einmal seine Sicht der Dinge darlegen. Die Umweltgewerkschaft, die Ratsfraktion der Göttinger Linken, die Naturfreunde, die Hochschulgruppe des Jugendverbandes Rebell sowie Wissenschaftler und Einzelpersonen fordern in ihrer Mitteilung zur geplanten Podiumsdiskussion ein „Recht auf saubere Luft“.

Laut den Gegnern des Biowärmezentrums sprechen Aspekte aus verschiedenen Bereichen gegen den Bau und Betrieb. Unter anderem wird auch der ökologische Nutzen, mit dem die Stadt Göttingen den Bau des Wärmezentrums begründet, in Zweifel gezogen.

Unter den Abgeordneten wird das Thema schon seit Längerem von unterschiedlichen Standpunkten aus diskutiert. Auch eine Informationsveranstaltung Anfang November stellte keine Einigkeit her.

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