Göttingen

Aktionstag am Jonaplatz in Göttingen-Grone: Bündnis kämpft gegen steigende Mieten

Der Jonaplatz in Göttingen
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Der Jonaplatz in Göttingen: Im Stadtteil Grone sind viele Einwohner von Mieterhöhungen betroffen.

Um auf die Belastung durch zu hohe Mietkosten aufmerksam zu machen, gibt es am Samtag, 19. Juni, ab 12.45 Uhr einen Aktionstag in Göttingen-Grone. Der DGB fordert einen Mietenstopp.

Göttingen – Viele Göttinger haben mit steigenden Mieten zu kämpfen. Deshalb wollen der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und das Bündnis „Gutes Wohnen“ am Samstag, 19. Juni, im Göttinger Stadtteil Grone auf die schwierige Situation aufmerksam machen.

Der Aktionstag beginnt um 12.45 Uhr am Nachbarschaftszentrum in der Nähe des Jonaplatzes. Dort werden Betroffene unterschiedlicher Mieterhöhungen ihre Erfahrungen schildern.

Angesichts der dramatischen Mietkostenbelastung in Göttingen fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund einen Mietenstopp und mehr bezahlbare Neubauwohnungen. 49,3 Prozent aller Mieterhaushalte in Göttingen müssen mehr als 30 Prozent ihres Einkommens für die Miete zahlen, so der DGB.

Aktionstag gegen steigende Mieten in Göttingen: Mindestens 9305 bezahlbare Wohnungen fehlen

Damit gelten diese Haushalte nach einer aktuellen Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung als überbelastet durch ihre Wohnkosten. Ihnen bleibt zu wenig Geld für andere Lebensbereiche.

Die Studie zeigt auch: Selbst wenn alle Mieterhaushalte auf Wohnungen mit angemessener Größe und Preis verteilt werden würden, fehlen in Göttingen mindestens 9305 bezahlbare Wohnungen.

„Viele Beschäftigte mit niedrigen und mittleren Einkommen müssen einen großen Teil ihres erarbeiteten Einkommens direkt an die Vermieter weiterreichen“, macht Agnieszka Zimowska, die Vorsitzende des DGB-Kreisverbandes Göttingen, deutlich. (Bernd Schlegel)

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