Restauratoren stellen ihre Arbeit vor

Aktionstag auf Göttinger Albani-Friedhof: Denkmäler am Tropf

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Sanierung von Grabmälern mit dem Tropf: Das gab es vor zwei Jahren bereits auf dem Bartholomäusfriedhof in Göttingen. Jetzt wird das Verfahren Besuchern auf dem Albani-Friedhof vorgestellt.

Göttingen. Anlässlich des Tages der Restaurierung am Sonntag, 14. Oktober, können Besucher auf dem Göttinger Albani-Friedhof besondere Restaurierungsarbeiten erleben.

Unter anderem wird dort einigen denkmalgeschützten Grabzeichen eine Art Verband angelegt und sie werden an einen Tropf gehängt, was den Steinen das Erscheinungsbild eines Patienten verleiht, teilte die Stadt mit. Die Aktion solle helfen, die Steine zu entsalzen. Die Aktion läuft von 10 bis 17 Uhr.

Bereits vor zwei Jahren wurden solche Arbeiten ebenfalls auf dem historischen Bartholomäusfriedhof geleistet. An dem Aktionstag zeigen Restauratoren an unterschiedlichen Grabdenkmalen moderne Methoden der Konservierung und Restauration, hieß es. In einem mobilen Labor werde mittels Mikroskop verdeutlicht wie natürliche Gesteine aufgebaut seien, wie sie verwittern und konserviert werden können. Die Restaurierungsarbeiten auf dem Albani-Friedhof werden voraussichtlich fünf Jahre andauern.

Am 14. Oktober wird erstmals europaweit ein Tag der Restaurierung veranstaltet. Dabei geben Restauratoren Einblicke in ihre Arbeitsplätze, die sich in Museen, privaten Ateliers, den Hochschulen, Denkmalämtern und Schlossverwaltungen befinden.

Ziel ist den Initiatoren zufolge unter anderem, ein öffentliches Bewusstsein für den Beruf zu schaffen. Ausgerufen wird der Tag vom Europäischen Dachverband der Restauratorenverbände. (epd/bsc)

Albani-Friedhof: Bedeutende Pesönlichkeiten

Der Göttinger Albani-Friedhof wurde 1783 eingeweiht und diente bis zum Jahr 1881 als Begräbnisstätte.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden viele Gräber auf dem Friedhof und die Umgebungsmauer zerstört, so dass gegenwärtig nur noch dreißig Grabmale erhalten sind. Auf dem Friedhof liegen bedeutende Persönlichkeiten Wissenschaft und Kultur, darunter der Mathematiker Carl Friedrich Gauß, der von 1777 bis 1855 lebte. (epd/bsc)

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