An der Großen Breite

Aktivisten blockierten Flüchtlingsheim in Göttingen

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Unübersichtliche Situation: Aktivisten blockierten das Flüchtlingswohnheim an der Großen Breite in Göttingen. 

Göttingen. Aktivisten blockierten am Dienstag das Flüchtlingswohnheim an der Großen Breite in Göttingen, in dem sich Kakerlaken ausgebreitet hatten. Sie wollten damit den Auszug von Betroffenen verhindern.

Offenbar hatten einige der Flüchtlinge selbst die Aktivisten gerufen. Die Geflüchteten waren von der aktuellen Situation verunsichert worden. Kürzlich hatte die Stadt den Flüchtlingen einen Zeitplan für den Auszug wegen der Bekämpfung des Ungeziefers vorgestellt – wir berichteten.

Daraufhin hatten einige der Betroffenen ihre Sachen bereits gepackt und zur Bekämpfung der Kakerlaken an ein Fachunternehmen gegeben. Doch nun gab es offenbar wieder Zweifel.

Den Flüchtlingen war zugesagt worden, dass sie nach einer Übergangszeit in der Unterkunft auf der Siekhöhe wieder an die Große Breite zurückziehen dürfen. Einigen sollen auch andere Unterkünfte angeboten werden. Flüchtlingshelferin Anne Hein machte deutlich, dass man einen guten Kompromiss mit der Stadt Göttingen gefunden habe. Sie will die Betroffenen auch auf der Siekhöhe weiter unterstützen.

Wegen der Blockade war auch die Polizei vor Ort. Die etwa 20 Beamten brauchten aber nicht einzugreifen. Zahlreiche Betroffene sind unterdessen am Dienstag in das Wohnheim auf der Siekhöhe umgezogen.

Lob für Zusammenarbeit

Vor Ort an der Großen Breite machte sich auch Göttingens Dezernent Siegfried Lieske ein Bild. Er lobte die Zusammenarbeit zwischen Helfern, Sozialarbeitern der Stadt und der Betreiberfirma Boveno. 

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