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Alarmübung beim Technischen Hilfswerk: Wenn ein Gebäude explodiert

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Von: Bernd Schlegel

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Alarmübung mit Explosion: Mitglieder des Technischen Hilfswerks aus Südniedersachsen mussten bei dem Training unter anderem „Vermisste“ aus Gebäuden befreien.
Alarmübung mit Explosion: Mitglieder des Technischen Hilfswerks aus Südniedersachsen mussten bei dem Training unter anderem „Vermisste“ aus Gebäuden befreien. © THW/nh

Das Technische Hilfswerk probt in Südniedersachsen den Ernstfall. 100 Aktive aus der Region sind dabei. Dabei gibt es auch Explosionen.

Göttingen/Goslar – Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) aus ganz Südniedersachsen waren bei einer Alarmübung in Goslar gefordert. Dort wurde trainiert, wie Menschen nach einer Explosion bei Abrissarbeiten aus Gebäuden gerettet werden können.

Einsatzszenario: Mehrere Personen vermisst

Das Einsatzszenario sah vor, dass mehrere Personen vermisst wurden. Außerdem waren die Gebäude zunächst nicht zugänglich. Der einzige Weg führte oft durch Wände, um die Eingeschlossenen zu befreien. Außerdem mussten Wege zwischen den Gebäuden mit Baumaschinen beziehungsweise Seilwinden freigeräumt werden. Insgesamt 100 THW-Mitglieder, unter anderem aus Hann. Münden, Northeim, Göttingen, Einbeck und Holzminden waren mit dabei.

Mit Aufbrechhämmern bahnten sich die Aktiven den Weg ins Innere der Gebäude, um die „Vermissten“ zu befreien. Dabei war der Einsatz teilweise nur unter schwerem Atemschutz möglich. Um mit Blick auf die unübersichtliche Lage am Boden den Überblick zu behalten, flog eine neue Drohne des THW aus Holzminden und sendete Live-Bilder an die Führungsstelle vor Ort. Ein besonderes Augenmerk galt insbesondere der Statik der Gebäude. Deshalb setzte das Technische Hilfswerk seine Baufachberater ein, die die Standsicherheit der Gebäude überprüften.

Weg für Drehleiter freigeräumt

Derweil räumten Mitglieder des Technischen Hilfswerks aus Goslar den Weg zur Einsatzstelle für eine Drehleiter frei. Dazu mussten mehrere große Bäume und Trümmer beiseitegeschafft werden und zuvor gefällt werden. „Das macht richtig Eindruck was das THW hier abliefert“ so kommentierte ein Gast die THW-Übung, die er beobachtete.

Weiterer Schwerpunkte waren das Abstützen von Teilen des Gebäuden. Dazu bauten THW-Kräfte aus Göttingen zunächst mithilfe eines Gerüstes eine Hilfsplattform auf, um in die Gebäude zu kommen und um dann das Gebäude von Innen abzustützen.

Fachgruppen Notversorgung und Notinstandsetzung

Damit der Einsatz jederzeit fortgeführt werden konnte, waren auch die Fachgruppen Notversorgung und Notinstandsetzung gefordert. Sie richteten ein Wärmezelt, was bei Temperaturen um die minus drei Grad Celsius mehr als willkommen war. Außerdem verpflegten sie alle Teilnehmer. (Bernd Schlegel)

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