Auszeichnung der Alexander-Stiftung Göttingen

Alexander-Preis für HNA-Redakteur Kopietz und "Hollywood an der Leine"

Alexanderpreis 2019: Die Geehrten von links Stefan Liebig, Anja Danisewitsch, Jens Wortmann (Alexander-Stiftung), Preisträger Thomas Kopietz und Hendrik Kalvelage vor dem Deutschen Theater in Göttingen. Foto: Hans-Peter Niesen

Der Alexanderpreis 2019 geht an Thomas Kopietz. Der Leiter der HNA-Redaktion Göttingen erhielt ihn für seinen Bericht „70 Jahre Filmstadt Göttingen - Hollywood an der Leine“.

Den 2. Preis der Alexander-Stiftung teilen sich Vorjahressiegerin Anja Danisewitsch für „Ora et labora - Laborarzt Helmut Wagner“, Stefan Liebig für seinen Text „Samen für die Welt - 175jähriges Jubiläum Benary“ (beide Faktor Magazin) und Hendrik Kalvelage für seinen Bericht „Dreimal belagert - zweimal erobert. Göttingen im 30-jährigen Krieg“ (Extra-Tip).

„Alle vier Texte bestechen nicht nur wegen ihrer Themenstellung, sondern auch durch ihre journalistische und stilistische Qualität“, sagte der Vorsitzende des Stiftung-Kuratoriums Jens Wortmann, bei der Preisverleihung im Keller des Deutschen-Theaters Göttingen.

Zweck des von Wolfgang Alexander 1989 gegründeten Preises ist es die Erforschung der Vergangenheit der Stadt Göttingen und ihres Umfeldes zu fördern. Die Arbeiten sollen betont journalistisch sein – wahrheitsgetreu und aktuell. Sie sollen fast vergessene oder übersehene Themen aufgreifen und allgemeinverständlich geschrieben sein.

In einer Veranstaltung im DT-Keller mit einem gelungenen Festvortrag von Norman Lippert über „20 Jahre Lokhalle“ sowie vortrefflichen Reden der Laudatoren, sagte Jury-Mitglied Detlef Johannson über den Rückblick von Thomas Kopietz auf die Göttinger Filmgeschichte Der Autor schreibe elegant und bereits den ersten Satz so, dass man den zweiten Satz und weiter lesen wolle. Darüber hinaus sei der Text gut illustriert.

Johannson lobte auch die Arbeit der HNA-Redaktion: Sie leiste in Göttingen mit einem kleinen Team Außergewöhnliches, berichte fair und betreibe so auch Werbung für Göttingen über die Grenzen der Stadt und des Landes hinaus. Augenzinkernd sagte der ehemalige Pressesprecher der Stadt Göttingen, dass so endlich auch in Nordhessen mehr über Göttingen zu erfahren sei. So leiste Kopietz auch eine ehrenamtliche Arbeit im Dienst des Göttinger Stadtmarketings – auch wenn der Autor daran sicher keine vordringliches Interesse habe.

Anja Danisewitsch beschreibt in ihrem Text über den Laborarzt Helmut Wagner“ die Geschichte des Göttinger Wissenschaftlers und Unternehmers, der in den vergangenen drei Jahrzehnten als gläubiger Christ und „alter Marxist“ das medizinsche Laborunternehmen „amedes“ mit rund 3500 Mitarbeitern aufgebaut hat.

Autor Stefan Liebig erzählt in „Samen für die Welt – 175jähriges Jubiläum Benary“ die über sechs Generationen anhaltende Geschichte des Hann. Mündener Blumensaatproduzenten Benary, der weltweit jährlich zehn Milliarden Blumensamen verkauft. „Etwas mehr als eine Blume für jeden Erdenbürger“.

Auf Spurensuche hat sich Hendrik Kalvelage begeben. Bei einer Busfahrt zu historischen Orten – von der Straße „An der Tillyschanze“, die an den kaiserlichen Feldherren erinnert, bis zum Städtischen Museum. Laudatorin Sybille Bertram (Radio FFN) lobte deshalb auch die anschauliche Verknüpfung Kelvelages von Historie und Gegenwart.

Die Jury konnte 24 eingereichte Texte bewerten. Einsendeschluss des nächsten Wettbewerbs ist der 31. Oktober.

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