Auszeichnung für vier Journalisten

Alexanderpreis: Mischke und seine Stadtbeobachtungen

Alexanderpreis 2021 - Die Alexander-Stiftung zeichnete vier Journalisten für Ihre Texte aus: von links vorne Heidi Niemann, Michael Schäfer, Stefanie Arndt und Angelika Daamen, die für Christoph Mischke die Urkunde entgegennahm. Dahinter die Juroren von links Detlef Johannson, Claudia Weitemeyer, Jens Wortmann und Sybille Bertram.
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Alexanderpreis 2021 - Die Alexander-Stiftung zeichnete vier Journalisten für Ihre Texte aus: von links vorne Heidi Niemann, Michael Schäfer, Stefanie Arndt und Angelika Daamen, die für Christoph Mischke die Urkunde entgegennahm. Dahinter die Juroren von links Detlef Johannson, Claudia Weitemeyer, Jens Wortmann und Sybille Bertram.

Zwei Autorinnen und zwei Autoren sind mit dem Göttinger Alexanderpreis 2021 ausgezeichnet worden.

Göttingen – Die Preisverleihung sollte eigentlich im Winter stattfinden, musste aber wegen der Pandemie verschoben werden und fand nun an historischer Stätte, dem Garten der Weinhandlung Bremer statt.

Die Jury wählte für die Alexander-Stiftung herausragende Texte von folgenden Autoren aus: Christoph Mischke (1. Preis), Michael Schäfer (2. Preis). Platz drei ging jeweils an Heidi Niemann und Stefanie Arndt. Beide waren von der Jury, die per Zoom getagt hatte, mit der gleichen Punktzahl bedacht worden. „Also haben wir es wie bei Olympia gehalten, dort hatten zwei Hochspringer die Goldmedaille erhalten. Wir vergeben deshalb zwei Mal Bronze“, zog Moderatorin und Jury-Mitglied Sybille Bertram einen Vergleich.

Frank Wortmann von der Alexander-Stiftung freute sich über eine „bisher nie zuvor da gewesene Fülle an eingereichten Texten“, die sich allesamt im weitesten Sinne mit der Geschichte Göttingens beschäftigten.

Christoph Mischke beschäftigt sich in dem Blog „Mein Göttingen“ von Göttingen Tourismus auch mit historischen Orten, verbindet diese mit eigenen Erlebnissen und Recherchen – angereichert mit der „eigenen Mischke-Note“, wie Laudatorin Claudia Weitemeyer treffend sagte. Mischke, der auch Fotograf ist, seine Online-Texte mit hervorragenden Fotos garniert, liefere lebendig- informative Texte, die eine Hommage an seine Heimatstadt Göttingen sind.

Der Preisträger konnte leider nicht zur Vergabe kommen, die Urkunde nahm Angelika Daamen an, Göttingens Tourismuschefin und „Mutter des Erfolges“, wie Sybille Bertram sagte. Daamen betonte: Bei Mischkes Arbeit sei dessen Herzblut für Göttingen zu spüren.

Herzblut für Göttingen und die Musik, das hat auch Michael Schäfer. Er ist „der“ Musikschreiber der Stadt und Seriengewinner beim Alexanderpreis, den er nun zum sechsten Mal gewann – für seine äußerst interessante Serie „Musikgeschichte(n) aus Göttingen“ des Internetportals „Kulturbüro Göttingen“. Dabei begibt sich Schäfer fundiert in die Musikhistorie – die Ergebnisse seien zudem „sehr gut lesbar“, lobte Laudator Jens Wortmann.

Das ist auch die Story über den Leinekanal, der in Göttingen kleiner erscheint, als er sein könnte. Stefanie Arndt hat sich für den „Canale Grande“, der ein Schattendasein führt, interessiert und seine Geschichte für Leser des „Extratipp“ erzählt. Damit hat sie auch die Kindheitserlebnisse des Laudators Wolfgang Just getroffen.

Die zweite Bronzemedaille ging an eine Etablierte der Alexanderpreis-Verleihung. Die freie Journalistin Heidi Niemann ist bereits Mehrfach-Ausgezeichnete. Diesmal begab sie sich auf die Spuren Heinrich Heines und dessen gestörten Verhältnis zu Göttingen. Niemann förderte in ihrer im „Harzkurier“ erschienenen Reportage aber weit mehr zutage als die berühmte Schimpferei Heines auf Göttingen im Werk „Harzreise“. Sie liefere fundierte Inhalte, klar beschrieben – Qualitätsjournalismus eben, wie Laudator Detlef Johannson sagte.

Insgesamt gefiel das neue Format mit Moderation von Sybille Bertram und Jens Wortmann. Bremers Garten samt Artwalk-Ausstellung war ein nicht zu überbietender Rahmen für die Veranstaltung, wo die Verbindung zu Göttingens Historie samt berühmter „Kunden“ wie Georg-Friedrich Lichtenberg förmlich weiterlebt. Weitere Informationen zum Alexanderpreis gibt es hier. (Thomas Kopietz)

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