Impfzentrum der Stadt ist startbereit

Alle brennen auf das Weiterimpfen: Erste Lieferung des BionTech-Impfstoffs ist verbraucht

Das Impfzentrum Siekhöhe.
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Das Impfzentrum Siekhöhe ist startklar und wartet auf Impfstoff. Die Räumlichkeiten wurden noch einmal verbessert, so auch der Vorbereitungsraum, in dem die Ampullen aufbereitet werden.

Die mobilen Teams der Johanniter-Unfall-Hilfe und des Roten Kreuzes haben knapp 1200 Menschen in fünf von 14 städtischen Alteneinrichtungen geimpft. Die erste Lieferung des BionTech-Impfstoffs ist verbraucht.

Göttingen – Das Impfzentrum der Stadt am Anna-Vandenhoeck-Ring ist bereit. Doch am Freitag einte alle Beteiligten eine Aussage von Sozialdezernentin Petra Broistedt: „Wir wollen, dass es so schnell wie möglich los- und weitergeht mit dem Impfen.“ Und Erster Stadtrat Christian Schmetz sagte bezüglich des Impfzentrums: Alles steht, wir können loslegen.“ Die beiden Dezernenten wollten so bei der Pressekonferenz im Impfzentrum auch zeigen: Wir sind bereit, wir warten auf Impfstoff.

Von den bislang gelieferten 975 Impfdosen konnten mehr Bewohner und Beschäftigte – etwa knapp 1200 – profitiert, als zuvor geschätzt wurde, denn jede Impfampulle enthält sechs statt fünf Impfdosen. Das wurde genutzt. Bis genügend Impfstoff für alle Menschen vorhanden ist, liegt der Schwerpunkt weiterhin bei den übrigen neun Seniorenheimen. Mit der nächsten Impfstofflieferung, die in der kommenden Woche erwartet wird, können dann ungefähr weitere fünf Pflegeeinrichtungen mit der ersten Impfung versorgt werden, sagte Petra Broistedt.

Durch die Impfstraßen führte am Freitag Jens Windwehe von der Göttinger Berufsfeuerwehr.

Die Bereitschaft der Bewohner und der Mitarbeiter in den Heimen sei groß, reiche bis zu einer Quote von 90 Prozent, berichtete Torsten Dunemann vom Deutschen Roten Kreuz, der sich auch mit der Effektivität und Vorbereitung der Impfungen in den Häusern zufrieden zeigte. Er betonte auch den hohen Organisationsaufwand, der nötig sei, damit die Impfungen dort laufen können.

Weil für die vollständige Immunisierung nach 21 Tagen eine zweite Impfung erforderlich ist, müsse in zwei Wochen zweigleisig gefahren werden: Ein Teil der Impfstofflieferung werde dann für die zweite Impfung verwendet und weiterhin werden die anderen Seniorenheime mit der Neuimpfung versorgt, erläuterte die Ärztin Dr. Iris Demmer. Und dann soll es im Februar auch im Impfzentrum losgehen.

Karte: Impfzentren in Stadt- und Landkreis Göttingen

Das Nadelöhr aber ist und bleiben die Impfstofflieferungen, der Bund kauft ein, das Land verteilt – und Göttingen wartet, wie viele andere Kommunen auch. Zugesagt ist, dass die nächsten Impfstofflieferungen im Abstand von jeweils etwa zwei Wochen eintreffen, die nächste steht in der kommenden Woche an. Vermutlich werden dann wieder etwa 1200 Menschen versorgt werden können – wie gesagt zunächst über die mobilen Teams und in den Senioreneinrichtungen.

Stephan Siebold, Johanniter-Unfall-Hilfe.

Petra Broistedt betont aber auch, dass „es geht darum, auch schnell die älteren Menschen zu impfen, die nicht in Einrichtungen leben“.

Christian Schmetz bringt es auf den Punkt: „Wir brennen darauf, unser Impfzentrum endlich zum Einsatz zu bringen.“ Ähnlich fühlt auch Stephan Siebold von den Johannitern, die das Zentrum betreiben. Die etwa 40 Mitarbeiter, darunter drei Ärztinnen, sind eingestellt, haben noch einmal im Zentrum die Räumlichkeiten verbessert und verschönert, die Organisation verfeinert – auch in Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr. „Wir hoffen, dass wir Anfang Februar starten“, sagt Siebold. In den Startblöcken stehen am Anna-Vandenhoeck-Ring alle Beteiligten.

Noch aber steht die Ampel auf Rot für die Nutzung der drei Impfstraßen, die autark arbeiten und bei Bedarf erweitert werden können – auf maximal fünf. Jede „Straße“ hat nach dem dem zentralen Anmeldungs- und Wartebereich, eigene Impfräume, Wartezonen und Ruhebereiche, wo die Menschen nach dem Impfen 15 Minuten von Johannitern beobachtet werden, um allergische Reaktionen und andere Impfnebenwirkungen sofort erkennen zu können.

Dr. Iris Demmer, Ärztliche Leiterin.

Bei drei Impfstraßen mit drei Ärzten und acht Stunden Öffnungszeit könnten so am Anna-Vandenhoeck-Ring im Optimalfall 480 Menschen geimpft werden, sagt Siebold. Könnten – wenn denn genügend Impfstoff vorhanden wäre.

Petra Broistedt jedenfalls ist optimistisch, auch, weil weitere Impfstoffe vor der Zulassung stehen. Sie und Christian Schmetz jedenfalls warben am Freitag noch einmal eindringlich für die Impfung, den Schlüssel zum Eindämmen der Corona-Pandemie.

Über die Terminvergabe, die landesweit am 28. Januar starten soll, will die Stadt in Kürze intensiv informieren. (Carolin Eberth und Thomas Kopietz)

Das Impfzentrum Siekhöhe ist startbereit für die nächste Lieferung des BionTech-Impfstoffs

Das Impfzentrum Siekhöhe
Das Impfzentrum Siekhöhe ist startklar und wartet auf Impfstoff. Die Räumlichkeiten wurden noch einmal verbessert © Jelinek, Hubert
Das Impfzentrum Siekhöhe
Das Impfzentrum Siekhöhe ist startklar und wartet auf Impfstoff. Die Räumlichkeiten wurden noch einmal verbessert © Jelinek, Hubert
Das Impfzentrum Siekhöhe
Das Impfzentrum Siekhöhe ist startklar und wartet auf Impfstoff. Die Räumlichkeiten wurden noch einmal verbessert © Jelinek, Hubert
Das Impfzentrum Siekhöhe
Das Impfzentrum Siekhöhe ist startklar und wartet auf Impfstoff. Die Räumlichkeiten wurden noch einmal verbessert © Jelinek, Hubert
Das Impfzentrum Siekhöhe
Das Impfzentrum Siekhöhe ist startklar und wartet auf Impfstoff. Die Räumlichkeiten wurden noch einmal verbessert © Jelinek, Hubert
Das Impfzentrum Siekhöhe
Das Impfzentrum Siekhöhe ist startklar und wartet auf Impfstoff. Die Räumlichkeiten wurden noch einmal verbessert © Jelinek, Hubert
Das Impfzentrum Siekhöhe
Das Impfzentrum Siekhöhe ist startklar und wartet auf Impfstoff. Die Räumlichkeiten wurden noch einmal verbessert © Jelinek, Hubert
Das Impfzentrum Siekhöhe
Das Impfzentrum Siekhöhe ist startklar und wartet auf Impfstoff. Die Räumlichkeiten wurden noch einmal verbessert © Jelinek, Hubert

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