Unterstützung vom Europäischen Forschungsrat

2,5 Millionen Euro für die Alzheimer-Forschung in Göttingen

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Ausgezeichneter Wissenschaftler: Professor Dr. Markus Zweckstetter.

Göttingen. Prof. Dr. Markus Zweckstetter bekommt für die Alzheimer-Forschung in Göttingen in den kommenden fünf Jahren etwa 2,5 Millionen vom Europäischen Forschungsrat.

Der Wissenschaftler vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) untersucht Proteine, die bei den Erkrankungen wie Alzheimer eine wesentliche Rolle spielen. In einer aktuellen Studie gelang es ihm, die Anreicherung eines fehlgefalteten Proteins in einem membranlosen Teil in der Zelle mit der Alzheimer Krankheit in Verbindung zu bringen. Die Arbeiten von Zweckstetter könnten zu einem tieferen Verständnis führen, bessere Therapien gegen die Erkrankungen zu entwickeln.

„Markus Zweckstetter ist ein brillanter Wissenschaftler. Wir gratulieren ihm zum ERC Advanced Grant, der die Verdienste seiner Arbeit würdigt und ihm die Möglichkeit bietet, bahnbrechende Forschung zu betreiben“, sagt Prof. Pierluigi Nicotera, wissenschaftlicher Vorstand und Vorstandsvorsitzender des DZNE.

Unterstützung für kreative Forschung mit besonderem Einfluss

Der Europäische Forschungsrat unterstützt etablierte Spitzenforscher und im jeweiligen Feld führende Wissenschaftler. Die Förderung gibt den Forschern die Möglichkeit, ihre kreativsten Forschungsansätze zu realisieren, deren Ergebnisse möglicherweise einen besonderen Einfluss auf Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft haben. In diesem Jahr wurden aus 2167 Anträgen europaweit 269 Wissenschaftler aus 20 Ländern zur Förderung ausgewählt.

Schon viele Auszeichnungen für Prof. Dr. Markus Zweckstetter

Prof. Dr. Markus Zweckstetter studierte Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er promovierte am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried und erhielt seinen Doktorgrad von der Technischen Universität München. 

Er arbeitete als Postdoc am „National Institutes of Health“ in Bethesda in den Vereinigten Staaten. Im Jahr 2012 gründete der Wissenschaftler am DZNE die Senior-Forschungsgruppe „Translationale strukturelle Biologie der Demenz“. Er ist Leiter der Forschungsgruppe Proteinstrukturbestimmung mittels NMR am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie und lehrt als Professor an der Universitätsmedizin Göttingen.

Die Forschung von Prof. Zweckstetter wurde von mehreren exzellenten Förderprogrammen wie dem Emmy Noether- und Heisenberg-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und einem früheren ERC-Starting Grant gefördert.

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