Alzheimer-Forschungspreis für Göttinger Wissenschaftler

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Verleihung Inge und Fritz Kleekammpreises: (von links) Oliver Wirths, UMG-Forschungsdekanin Blanche Schwappach und Björn Tampe.

Die Göttinger Wissenschaftler Oliver Wirths und Björn Tampe haben den mit 50.000 Euro dotierten Inge- und Fritz-Kleekamm-Preis 2018 erhalten. Der Preis wird von der Alzheimer Stiftung Göttingen verliehen.

Wirths und Tampe wurden für ein Forschungsvorhaben zu den Auswirkungen von Nierenfunktionsstörungen auf Alzheimer ausgezeichnet, wie die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) am Freitag mitteilte. Wirths (44) lehrt und forscht an der UMG als Professor für Psychiatrie und Psychotherapie. Tampe (37) ist dort Mitarbeiter der Klinik für Nephrologie und Rheumatologie.

Der nach seinen Stiftern benannte Inge- und Fritz-Kleekamm-Preis wird seit 2010 verliehen. Die Alzheimer Stiftung Göttingen würdigt damit innovative Forschungsvorhaben aus dem Bereich der Alzheimer-Therapie am Campus Göttingen.

Die drei Gutachter haben in diesem Jahr den Projektantrag von Prof. Dr. rer. nat. Oliver Wirths und Dr. med. Björn Tampe mit dem Titel „Einfluss von Nierenfunktionsstörungen auf Aß-Plasmaspiegel als molekulare Determinante der Alzheimer Erkrankung“ auf den ersten Platz gesetzt. Sie sehen in dem Antrag die Vorgabe des Inge und Fritz-Kleekamm-Preises nach einer translationalen Ausrichtung des Forschungsvorhabens eindeutig erfüllt, teilte die UMG mit. Die Gutachter würdigen, dass „das Forschungssetting originell und interessant angelegt sowie klar und nachvollziehbar beschrieben“ worden sei.

Oliver Wirths wurde in Waldbröhl geboren. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seit April 2017 ist Wirths Professor an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der UMG. Den wissenschaftlichen Schwerpunkt seiner Arbeiten legt er auf die Neurobiologie von Demenzerkrankungen.

Björn Tampe wurde in Backnang geboren. Auch er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Tampe studierte Humanmedizin an der Georg-August-Universität Göttingen und promovierte im Jahr 2012. Seit August 2010 ist er ärztlicher und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Klinik für Nephrologie und Rheumatologie der UMG. Er Tampe beschäftigt sich mit molekularen Determinanten, die die Regeneration der chronisch kranken Niere untersuchen. 

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