Bauzaun und Abbau

Am ehemaligen IWF in Göttingen wird abgebaut

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Abbau und Bauzaun: Auf dem ehemaligen Gelände des Insituts für den Wissenschaftlichen Fil (IWF) am Nonnenstieg im Göttinger Ostviertel, das bis August 2018 Flüchtlingsunterkunft war, wird gearbeitet.

Im Ostviertel, genauer gesagt am Nonnenstieg, hat das Unternehmen Hagedorn beim ehemaligen Institut für den Wissenschaftlichen Film mit dem Ausräumen und Rückbau begonnen. 

Am Gebäude Hausnummer 72 wird gearbeitet, ausgeräumt, abgebaut. Stimmt, da war doch was: Die Nummer 72 trägt das Grundstück des ehemaligen Instituts für den Wissenschaftlichen Film (IWF). Das ist seit 2010 zu. Danach passierte lange Zeit nichts.

Die Realisierung hochtrabender Pläne von Stadt und Entwickler EBR, das attraktive Gelände mit gehobenen Wohnungen zu bebauen, ließen auch aufgrund der Bauleitplanung auf sich warten.

Dann folgte die Vermietung der dafür von der Stadt fix umgebauten Räume an die Stadt, um Ende 2015 geflüchtete Menschen dort unterbringen zu können.

Verkauf an Unternehmen aus München

Im August 2018 war damit Schluss, die verbliebenen Menschen wurden in anderen Wohnungen untergebracht. Das IWF schloss erneut die Türen und Fenster.

Eigentümer EBR hatte darauf gedrängt mit der Begründung schnell mit dem Bau des Quartiers beginnen zu wollen. Davon nahm der Entwickler aus Göttingen Abstand und verkaufte schließlich einen Großteil des Areals an das Unternehmen Wertgrund aus München.

Im konkreten Fall lief das Geschäft so: Der Fonds „Wertgrund Wohnen D2“ hat das Grundstück von der Göttinger EBR-Immobilienentwicklungsgesellschaft erworben. Dieser Fonds wird von institutionellen Anlegern (unter anderem Banken) getragen und ist der Projektentwickler für das Gelände am Nonnenstieg.

Sieben Häuser mit 210 Mietwohnungen

Ab 2020 will das Immobilien-Unternehmen Wertgrund sieben Häuser mit ingesamt 210 Mietwohnungen bauen. 35 sollen öffentlich gefördert sein, weitere 35 sollen mietpreisreduziert angeboten werden. Damit muss EBR im anderen Teil des Geländes keine Wohnungen mit einer Sozialbindung anbieten.

Der Bau der sieben Häuser wird etwa 18 bis 20 Monate dauern. Bezugsfertig wären die Wohnungen dann voraussichtlich ab 2021. Außerdem soll eine Tiefgarage mit 150 bis 160 Stellplätzen entstehen.  tko/bsc

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