Moderne Wärme- und Stromversorgung

Am Nordcampus der Uni Göttingen entsteht ein neues Blockheizkraftwerk

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Auf der Baustelle des neuen Blockheizkraftwerkes am Burckhardtsweg: (von links) Holger Knöfel (Leiter Technisches Gebäudemanagement der Uni), Christian Gemm (Leiter Fachbereich Energieder Uni), Rainer Bolli (Leiter Gebäudemanagement der Uni), Prof. Dr. Norbert Lossau (Vizepräsident für Infrastrukturen der Uni),Otto-Wilhelm Holzigel (Leiter Energiemanagement der UMG), Klaus Fricke (Leiter Gebäudemanagement der UMG) und Stefan Bergmann (Leiter Technisches Gebäudemanagement der UMG).

Die Georg-August-Universität und die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) treiben ihr gemeinsames Großprojekt zur dezentralen Energieversorgung ihrer Gebäude voran. 

Ein gutes Jahr nach dem Bau eines Blockheizkraftwerkes (BHKW) am Klinikum wurde nun der Grundstein für ein weiteres im Uni-Nordbereich am Burckhardtsweg gelegt.

„Das ist keine riesige Baumaßnahme, für uns aber eine sehr wichtige“, betonte Rainer Bolli, Leiter des Gebäudemanagements der Universität Göttingen. „Das neue BHKW fügt sich nahtlos in das Konzept ein, die für die Stiftungsuniversität benötigte Energie effizient, umweltschonend und kostengünstig einzusetzen“, ergänzte Uni-Vizepräsident Professor Norbert Lossau.

Das rund 2,5 Millionen Euro teure und mit Gas betriebene Blockheizkraftwerk wird gleichzeitig Wärme und Strom erzeugen. In der Anlage wird Erdgas in einem Motor verbrannt, der einen Generator zur Stromerzeugung antreibt. Die Wärme des Motors sowie die des heißen Abgases werden ausgekoppelt und ebenfalls genutzt.

Standort ist "geradezu ideal"

Das neue BHKW hat eine Wärmeleistung und eine elektrische Leistung von jeweils rund zwei Megawatt. Den Standort in unmittelbarer des künftigen Großrechenzentrums und der Gewächshäuser nannte Rainer Bollo „geradezu ideal“. Kern des Energieversorgungskonzeptes sei ist es, die Energieerzeugung dicht an die Hauptverbraucher zu bringen, um Übertragungsverluste möglichst klein zu halten.

„Das Gesamtkonzept sieht vor, die bisherige zentrale Energieerzeugung im Heizkraftwerk der Universität in der Rudolf-Diesel-Straße mit dezentralen Energieerzeugungsquellen zu ergänzen“, sagte Prof. Lossau. 

Vorgesehen sei die Einrichtung von drei Blockheizkraftwerken: das für die UMG am Klinikum sowie zwei für die Universität im Burckhardtsweg (geplante Inbetriebnahme im Herbst) und in der Goldschmidtstraße. Bis zum Jahr 2024 solle die technisch veraltete Gasturbine im Heizkraftwerk der Universität dann abgelöst werden. 

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