Göttingen: An der Rhume dem Biber auf der Spur

Gieboldehäuser Schüler treten in die Fußstapfen einer Tier-Doku-Filmlegende

Schüler der Kooperativen Gesamtschule Gieboldehausen als Naturfilmer an der Rhume bei Rüdershausen.
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Faszinierende Naturbilder: Schüler der Kooperativen Gesamtschule Gieboldehausen als Naturfilmer an der Rhume bei Rüdershausen.

Die Rhume ist von der Quelle an ein Naturidyll. Doch welche Vielfalt bietet der Fluss samt Randbereiche? Der Beantwortung dieser Frage gehen Schüler der Kooperativen Gesamtschule Gieboldehausen nach.

Göttingen/Gieboldehausen – Diese ist auch eine Umweltschule. Sie erstellt zurzeit einen Naturfilm über das Naturschutzgebiet in ihrer Nähe. Ein kurzer Zusammenschnitt über die bisherigen filmischen Entdeckungen an der Rhume kann bereits im Internet auf der Seite der Göttinger Filminitiative „GreenCut-Jugend filmt Biologische Vielfalt“ angeklickt werden.

Es geht aber um weit mehr als nur um eine bildhafte Bestandsaufnahme der Flora und Fauna entlang des Flusses, sondern um die Beobachtung von zwei Rückkehrer in unsere Landschaft, wie Herbert Dohlen von Green Cut sagt: „Zentrales Thema der Dokumentation, die von den sind die geschützten Tierarten Biber, Castor fiber, und Fischotter´, Lutra lutra.“

Gedreht wird in dem Flussabschnitt bei Rüdershausen im Landkreis Göttingen. Dort filmen die Schülerinnen und Schüler in kleinen Teams und aus verschiedenen Tarnzelten heraus. Biber, Wasseramsel und andere Vogelarten konnten so schon beobachtet werden – zu sehen ist das in besagtem Videoclip auf der Greencut-Homepage.

Unterstützt wird die Produktion auch mit Geld aus dem Bundesumweltbundesministerium, das die GreenCut-Medienbeiträge bundesweit fördert. Zurzeit werden Projekte im Nationalpark Schwarzwald, in einem Naturschutzgebiet in Hamburg, ab September im Göttinger Wald und eben an der Rhume ermöglicht

Herbert Dohlen sagt auch, worauf es in dem Schülerprojekt ankommt: „Das Medienprojekt zielt darauf ab, Jugendliche für Naturthemen zu sensibilisieren.“ Gleichzeitig sollen über die Filmarbeit der Jugendlichen und daraus entstehenden Filmdokumentationen „die Lebensräume und Artenvielfalt des Flusses Rhume einer breiteren und mit ihrer Unterstützung einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt werden“, wie der erfahrene Filmer Dohlen sagt.

„Und die Menschen sollen auch Einblicke in das Leben der scheuen Otter und Biber bekommen, die an und in der Rhume leben, praktisch vor unserer Schultür“, ergänzt Melanie Sommer, die zuständige Biologielehrerin der Umweltschule.

Begleitung erhalten die Jugendlichen und das Projekt auch von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises. Bertram Preuschhof, zuständiger Mitarbeiter der Behörde, stellt den Schülern in einem Interview vor der Kamera fachliche Infos zum Naturschutzgebiet zur Verfügung. Diese werden mit in die Dokumentation integriert, wie Herbert Dohlen schildert.

Im Fokus: Auch Biber sind in der Rhume zu Hause – gefilmt von den Schülern der Kooperativen Gesamtschule Gieboldehausen.

Der übrigens ist Vorsitzender in Göttingen ansässigen „Gesellschaft zur Förderung von Solidarität und Partnerschaft e.V“ (Gespa), eine gemeinnützige Organisation, die verantwortlich für das Greencut-Projekt zeichnet. Sie wurde 1999 gegründet. Die Gespa ist eine Initiative von ehrenamtlich tätigen Personen und Gruppen, die international Natur- und Klimaschutzprojekte realisieren. Das Umsetzen der partnerschaftlichen Initiativen zielt auf die Förderung und den Ausbau gesellschaftlicher Mitverantwortung in Themen wie Armut, Bildung, Soziales und Umwelt ab. So gibt es das Sportprojekt „Talentos de Paz“ in Kolumbien. In Honduras geht es in verschiedenen Projekten um den Regenwaldschutz, Schutz der Mangroven und Küstenwälder sowie dem Schutz der Meeresschildkröten. Diesbezüglich arbeitet man dort mit verschiedenen Umwelt- und Naturschutzorganisationen zusammen.

Weitere Infos gibt es unter: green-cut.de. Infos zu Gespa allgemein unter: gespa.de.

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