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Andrang trotz hoher Preise: Göttinger Weihnachtsmarkt beliebter Treffpunkt in Adventszeit

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Von: Per Schröter

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Der Weihnachtsmarkt in Göttingen ist weiterhin ein beliebter Treffpunkt in der Adventszeit. Doch die Preise für Glühwein, Punsch und Co. sind deutlich gestiegen.

Göttingen – Nach zweijähriger Zwangspause lassen sich die Menschen in Göttingen den Spaß am Weihnachtsmarktbesuch auch von deutlich gestiegenen Preisen nicht vermiesen. Am Wochenende jedenfalls herrschte bei klirrender Kälte rund um das Alte Rathaus und die Johanniskirche ein regelrechter Massenandrang.

Vier Euro für ein Glas Glühwein und bis zu sechs Euro für ein Heißgetränk mit Schuss oder mit in Rum getränkten Kirschen. Sechs Euro auch für den halben Meter Bratwurst, vier Euro für 100 Gramm gebrannte Mandeln und sogar 8,50 Euro für ein mit Schafskäse gefülltes Fladenbrot.

Weihnachtsmarkt in Göttingen bleibt trotz hoher Preise ein beliebter Treffpunkt in der Adventszeit

Dicht gedrängt stehen die Besucher auf dem Göttinger Weihnachtsmarkt. Die hohen Preise schrecken die Besucher nicht ab. Mancher aber schränkt sich beim Verzehr stärker ein.
Dicht gedrängt stehen die Besucher auf dem Göttinger Weihnachtsmarkt. Die hohen Preise schrecken die Besucher nicht ab. Mancher aber schränkt sich beim Verzehr stärker ein. © Per Schröter

Bis zu 60 Prozent haben die Göttinger-Standbetreiber in diesem Jahr ihre Preise gegenüber dem Weihnachtsmarkt 2019 angehoben. Da kann ein Weihnachtsmarktbesuch schon mal ordentlich ins Geld gehen. „Natürlich wäre es schöner, wenn die Preise auf dem Niveau von vor Corona geblieben wären“, sagt Niels Peters.

Wenn man in einer Gruppe unterwegs ist, muss man sich schon zweimal überlegen, ob man eine Runde schmeißt.

Niels Peters., Student

„Wenn man jetzt so wie wir in einer Gruppe unterwegs ist, muss man sich schon zweimal überlegen, ob man eine Runde schmeißt.“ Für den aus Schleswig-Holstein stammenden Studenten gehört der Bummel über den Markt und der Stopp an seinem Lieblingsglühweinstand aber zur Vorweihnachtszeit dazu.

„Jetzt gehen wir vielleicht nicht mehr ganz so oft hierher wie in der Vergangenheit, aber ganz darauf verzichten, das geht gar nicht“, sagt der 28-Jährige. „Durch die Inflation, die hohen Energiepreise und vor die gestiegenen Personalkosten war es im Vorfeld schon klar, dass auch auf dem Weihnachtsmarkt die Preise steigen würden“, meint Roland Ahlborn.

Weihnachtsmarkt in Göttingen: Preise nach Corona stark gestiegen – Besucher froh über reges Treiben

Die Johanniskirche mit ihren beiden markanten Türmen bietet die perfekte Kulisse für den Göttinger Weihnachtsmarkt.
Die Johanniskirche mit ihren beiden markanten Türmen bietet die perfekte Kulisse für den Göttinger Weihnachtsmarkt. © Per Schröter

„Ob das gleich in diesem Maße nötig gewesen wäre, wage ich mal zu bezweifeln, aber die Standbetreiber wollen natürlich ihre Verdienstausfälle aus den Vorjahren ein Stück weit ausgleichen und haben sie dann diesen Weg gewählt.“ Für Ahlborn selbst bedeute das „einen Glühwein weniger und mit dem Essen auch mal warten, bis ich zuhause bin.“

Nach den beiden zurückliegenden Katastrophenjahren ist es einfach toll, wieder unter Menschen zu sein.

 Roland Ahlborn

Auf den Weihnachtsmarktbesuch verzichten komme aber auch für ihn nicht infrage. „Gerade nach den beiden zurückliegenden Katastrophenjahren ist es einfach toll, wieder unter Menschen zu sein und zu sehen, dass das Leben wieder normale Züge annimmt“, macht Ahlborn deutlich.

Der Göttinger Weihnachtsmarkt ist noch bis Donnerstag, 29. Dezember, jeweils montags bis samstags von 10 bis 20.30 Uhr sowie sonntags von 11 bis 20.30 Uhr geöffnet. Nur während der Feiertage von Samstag, 24. bis Montag, 26. Dezember, bleibt der Markt in der Innenstadt für die Besucherinnen und Besucher geschlossen. (Per Schröter)

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