In Göttinger Paulinerkirche

Angelforscher Robert Arlinghaus erhält Cultura-Preis

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Preisübergabe: Prof. Dr. Robert Arlinghaus (links) erhielt den Cultura-Preis der Alfred-Toepfer-Stiftung aus den Händen des Stiftungsvorsitzenden Ansgar Wimmer. 

Göttingen. Der Berliner „Angelprofessor“ Dr. Robert Arlinghaus ist in der Göttinger Paulinerkirche mit dem Cultura-Preis der in Hamburg ansässigen Alfred-Toepfer-Stiftung ausgezeichnet worden.

Der 40 Jahre alte Forscher erhielt den Preis für seine Forschungen, die sich mit den sozialen, ökonomischen und ökologischen Dimensionen der Hobbyangelei auseinandersetzen.

Die Angelfischerei mit ihren rund drei Millionen „Petrijüngern“ und einem Umsatzvolumen von rund 5,3 Milliarden Euro im Jahr ist inzwischen bedeutsamer als die sonstige Fischwirtschaft. Sie sichert in Deutschland rund 50.000 Arbeitsplätze, sagte Laudator Prof. Dr. Kai Lorentsen im Interview mit Prof. Dr. Christian Möllmann.

Zu den Verdiensten des vielfach ausgezeichneten Wissenschaftlers gehört, dass er mit sozialökologischen Forschungen eine Debatte über die Nachhaltigkeit der modernen Angelfischerei losgetreten hat und sie der breiten Öffentlichkeit bewusst gemacht hat.

Jüngstes Projekt in Zusammenarbeit mit niedersächsischen Angelvereinen ist das Projekt Besatzfisch. Dabei wird die traditionelle Praxis des Einsetzens von Fischen in Gewässer (Fischbesatz) durch Angelvereine aus verschiedenen naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Perspektiven beleuchtet. Unter anderem gehen die Forscher der Frage nach: Wie kann Fischbesatz im Sinne der nachhaltigen Entwicklung optimiert werden?

Angesiedelt ist das Projekt am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin. Für sein erfolgreiches Bildungskonzept wurde das Projekt bereits im Jahr 2014 von der deutschen Unesco-Kommission zum offiziellen Projekt der UN-Dekade „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet, heißt es auf der Homepage www.besatz-fisch.de.

„Es macht Spaß und lohnt sich, wenn Forschung mit der Praxis zusammenarbeitet“, betonte Prof. Dr. Robert Arlinghaus.

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