Bald Prozess vor Landgericht

Anklage wegen Totschlags: 27-Jähriger soll seinen Vater getötet haben

Einsatz für die Feuerwehr in Göttingen im Mai: Hier soll ein 27-Jähriger seinen Vater getötet und dann in dessen Wohnhaus Feuer gelegt haben.
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Einsatz für die Feuerwehr in Göttingen im Mai: Hier soll ein 27-Jähriger seinen Vater getötet und dann in dessen Wohnhaus Feuer gelegt haben.

Ein 27-Jähriger muss sich bald vor dem Landgericht Göttingen verantworten: Er soll seinen Vater getötet und in dessen Haus ein Feuer gelegt haben.

Göttingen – Weil er erst seinen Vater getötet und dann in dessen Wohnhaus Feuer gelegt haben soll, muss sich demnächst ein 27-jähriger Mann vor dem Landgericht Göttingen verantworten. Die Staatsanwaltschaft hat den 27-jährigen Sohn aus Göttingen wegen Totschlages, Brandstiftung und Störung der Totenruhe angeklagt.

Die Tat hatte sich im Mai dieses Jahres ereignet. Damals war ein Passant darauf aufmerksam geworden, dass aus einer Doppelhaushälfte im Göttinger Buchenweg Qualm drang, und hatte die Rettungskräfte alarmiert. Bei den Löscharbeiten stießen die Feuerwehrleute auf eine leblose männliche Person. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des Hausbewohners feststellen. Bereits während der polizeilichen Leichenschau am Brandort kam bei den Ermittlern der Verdacht auf, dass der 59-Jährige Opfer eines Gewaltverbrechens geworden war. Die Obduktion in der Rechtsmedizin bestätigte dann diesen Verdacht.

Göttingen: 27-jähriger Mann soll Vater getötet haben

Der Leichnam habe zahlreiche Stichverletzungen in Kopf und Hals aufgewiesen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Göttingen, Andreas Buick. Todesursachse sei eine Gasembolie, zu der es nach Verletzung der so genannten Drosselvene auf der linken Halsseite gekommen sei.

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Nach dem Ergebnis der Ermittlungen soll der 27-Jährige am Tattag seinen Vater in den Würgegriff genommen und diesem dann eine gefüllte Rumflasche auf den Kopf geschlagen haben. Der Schlag sei so heftig gewesen, dass die Flasche zerbrochen sei. Er habe dann mit einem spitzen Gegenstand in die linke Halsseite und andere Körperteile eingestochen. Anschließend habe er zwei Kanister Benzin im Wohn-, Schlaf- und Arbeitszimmer ausgegossen und die Flüssigkeit angezündet. Da durch das Feuer auch der Leichnam in Mitleidenschaft gezogen worden sei, müsse sich der Sohn des Getöteten auch wegen Störung der Totenruhe verantworten.

Göttingen: Leiche wies Stichverletzungen auf – Sohn seit Mai in Untersuchungshaft

Der 27-Jährige habe nach der Tat bei einem Bekannten übernachtet. Am nächsten Morgen habe er diesem von der Tat erzählt. Dieser habe daraufhin die Polizei informiert. Die Beamten nahmen den Sohn noch am gleichen Nachmittag fest. Seitdem sitzt der 27-Jährige, der bereits wegen gefährlicher Körperverletzung vorbestraft ist, in der Justizvollzugsanstalt Rosdorf in Untersuchungshaft. (Heidi Niemann)

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