Anlage soll Sportler locken: Neuer Skaterpark an Göttinger S-Arena

Einweihung des Skaterparks am Leineufer: Malte Müller beim Sprung über den „Vulkan“. Er war einer der Ersten, die die neue Anlage ausprobierten. Foto: Schröter

Göttingen. Nach etwa viermonatiger Bauzeit wurde am Montag auf dem Göttinger Schützenplatz unmittelbar neben der S-Arena der erste Skaterpark der Universitätsstadt eingeweiht.

„Die Anlage ist topp“, schwärmte Malte Müller. Der 31-Jährige, der seit geraumer Zeit zum festen Kern der Göttinger Skaterszene zählt, war einer der Ersten, die den neuen, rund 900 Quadratmeter großen Platz mit seinen zahlreichen Steilkurven und Rampen auf Herz und Nieren prüfte. „Das kann man sich besser gar nicht vorstellen“, lobte Müller. „Auch wenn die Elemente teilweise nicht besonders spektakulär wirken, sind sie nicht nur für Ungeübte geeignet. Da werden auch echte Könner ihren Spaß haben!“

Ein Lob, das die Verantwortlichen sicher nur allzu gerne gehört haben. „Für uns ist das ein ganz wichtiger Moment“, betonte Alexander Frey, Geschäftsführer der Göttinger Sport- und Freizeit GmbH (GoeSF), die den „Skatepark Leineufer“ für rund 250 000 Euro errichtet hat.

„Wir haben schon vor Jahren den Bedarf an Skatemöglichkeiten erkannt, uns deshalb mit den Jugendlichen zusammengesetzt und nach einer Lösung gesucht.“ Gemeinsam habe man sich für den Standort auf dem Schützenplatz entschieden, „weil er zum einen stadtnah gelegen ist, es zum anderen aber nur wenige Anwohner gibt, die sich durch eventuell entstehenden Lärm gestört fühlen könnten“, so Frey. Ein weiterer Grund für diesen Standort sei gewesen, dass damit das Sportareal S-Arena fertig gestellt werden konnte.

„Dieser sensationelle Skaterpark ist damit nicht nur als Freizeitattraktion nutzbar, er wird auch für den Schulsport einen wichtigen Faktor darstellen“, meinte der GoeSF-Geschäftsführer. Für Bürgermeister Ulrich Holefleisch, der zusammen mit dem Sportausschuss-Vorsitzenden Dr. Thomas Häntsch den offiziellen Startschuss gab und auch selbst einigen Runden auf dem BMX-Rad drehte, „ist das Skaten ein Teil der Göttingen Stadtkultur geworden“. Aus seiner Sicht habe das Zusammenspiel von Skatern und Passanten vor dem Neuen Rathaus, wo die Jugendlichen bislang ihren Sport ausübten und es auch weiterhin tun dürfen, immer gut funktioniert. „Das einzige, was ich etwas bedaure, ist dass der Platz nicht mitten in der Stadt gebaut wurde – etwa am Waageplatz“, sagte Holefleisch. Mit dieser Forderung habe er sich „leider nicht durchsetzen können“.

Außerhalb von Kursangeboten wird der „Skatepark Leineufer“ für die öffentliche Nutzung täglich zwischen 9 und 20 Uhr zur Verfügung stehen. Um dies auch in den dunkleren Jahreszeiten zu ermöglichen, wurde eine Trainingsbeleuchtung errichtet. „Und das ist meines Wissens weit und breit einmalig“, betonte Alexander Frey.

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