Umbesetzung wegen Krankheit bei den Internationalen Händel-Festspielen

Anna Dennis singt die Emira

Top-Sängerin: Anna Dennis probt bereits für die Oper „Siroe, Re die Persia“ bei den Händel-Festspielen. Foto: nh

Göttingen. Beinahe in letzter Minute vor dem Beginn der Internationalen Händel-Festspiele in Göttingen (11. bis 18. Mai) mussten die Organisatoren die Umbesetzung einer tragenden Rolle vornehmen: Sängerin Kirsten Blaise kann aus gesundheitlichen Gründen nicht die Rolle der Emira in der Festspiel-Oper „Siroe, Re die Persia“ einnehmen.

Vertreten wird sie nun von Anna Dennis. Das Regionalkonzert mit David Tayler im Rittersaal der Burg Adelebsen singen Anna Dennis und Aleksandra Zamojska, die in der Festspieloper die Laodice gibt. Die beiden Sopranistinnen werden unter dem Titel „Stars der Oper ganz persönlich“ das von Kirsten Blaise konzipierte Programm in weiten Teilen aufgreifen, ihm allerdings eine eigene, unverwechselbare Note geben.

„Die Verpflichtung von Anna Dennis ist ein wahrer Glücksgriff“, sagt Festspiele-Chef Tobias Wolff, der dennoch traurig ist, dass Kirsten Blaise nicht singen kann.

Anna Dennis erhielt ihre Ausbildung an der Royal Academy of Music bei Noelle Barker. Besonders gelobt wurde ihre Mitwirkung in Brittens „War Requiem“ an der Berliner Philharmonie, Mozarts „Messe in c-Moll“ für die Clarion Music Society in New York und Händels „L’Allegro, il Penseroso ed il Moderato“ unter Paul McCreesh in Krakau. Als Spezialistin für modernes und barockes Repertoire hat sie am Londoner Almeida Theatre bereits mehrfach Titelpartien in neuen Opern übernommen.

Aleksandra Zamojska studierte Gesang an der Musikakademie Krakau und am Salzburger Mozarteum bei Lilian Sukis und Breda Zakotnik. Anschließend erhielt sie Engagements auch am Théâtre des Champs-Élysées in Paris, den Opernhäusern von Montpellier und Perpignan sowie bei der Ruhrtriennale und den Salzburger Festspielen. Auf der Konzertbühne war die Sopranistin auch unter Marc Minkowski (Beethovens „Christus am Ölberg“), Kent Nagano (Schönbergs „Jakobsleiter“) und 2007 mit dem Berliner Symphonie Orchester unter der Leitung von Lothar Zagrosek mit Liedern von Szymanowski zu erleben. (tko)

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