Über 1000 Studenten mehr als im Vorjahr

Ansturm auf die Uni Göttingen: Mehr als 28.700 sind eingeschrieben

Start in einen neuen Lebensabschnitt: Zum Wintersemester beginnen viele junge Menschen ein Studium. Unser Bild zeigt Studenten während einer Vorlesung an der Uni Göttingen. Foto: dpa

Göttingen. Die Gesamtzahl der Studenten an der Universität Göttingen steigt zum Wintersemester 2014/15 voraussichtlich auf mehr als 28.700. Das sind über 1000 Studierende mehr als im Wintersemester 2013/14 und der höchste Stand seit 1998. Das berichtet die Universität.

Etwa 6000 Studierende schreiben sich zum Wintersemester neu in Göttingen. Etwa 4300 Neuimmatrikulierte beginnen erstmals ein Studium im ersten Hochschulsemester.

Aktualisiert um 16.15 Uhr.

„Wir freuen uns über die anhaltend hohe Nachfrage nach unserem Studienangebot“, sagte Prof. Dr. Ruth Florack, Vizepräsidentin für Lehre und Studium der Universität Göttingen. Hintergrund für das Studentenplus in Göttingen ist unter anderem der Wegfall der Studiengebühren in Niedersachsen. Bislang waren 500 Euro pro Semester zu berappen.

Die Hochschule hat in stark nachgefragten Bachelor- und Staatsexamensstudiengängen zum Wintersemester 2014/15 aus Mitteln des Hochschulpaktes 2020 nochmals fast 1000 zusätzliche Studienanfängerplätze eingerichtet. Weitere Informationen gibt es im Internet. (bsc)

Studenten-ABC für Studienstarter in Göttingen: Vom Asta bis zum Zettel

Asta: Der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) ist für alle Aufgaben der Studenten zuständig. Er bietet eine Reihe von Dienstleistungen, wie Rechtsberatung oder Hilfe bei der Wohnungssuche.

Bachelor: Der Bachelorabschluss ersetzt in vielen Studiengängen das Diplom. Das Bachelorstudium dauert in der Regel sechs Semester (drei Jahre) und soll durch eine starke Praxisorientierung die Studenten auf die Berufswelt vorbereiten.

Campus: Als Campus wird das gesamte Uni-Gelände bezeichnet.

Deutsches Theater: Ist das größte Schauspielhaus in Göttingen. Auf dem Spielplan stehen sowohl bekannte Stücke, als auch Produktionen junger Regisseure.

Erstsemester: Sie schreiben in Vorlesungen alles mit und erscheinen stets pünktlich. Meist legt sich das nach dem ersten Semester, wenn die Routine eintritt.

Fachschaft: Fachschaften setzten sich aus Studierenden zusammen, die ihren Kommilitonen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Gänseliesel: Das ist das Wahrzeichen Göttingens vor dem Alten Rathaus. Jedes Jahr wird eine junge, hübsche Frau zum Gänseliesel gewählt, die dann Göttingen repräsentiert.

Hörsaal: Dozenten halten dort ihre Vorlesungen ab, während die Studenten auf unbequemen Holzstühlen hoffen, dass sie sich nicht wundsitzen. Kleiner Tipp: Ein Sitzkissen hilft.

Immatrikulation: Bezeichnet das Anmeldeverfahren an Hochschulen.

Junges Theater: Kleines Schauspielhaus mit festem Ensemble.

Kolloquium: eine Versammlung von Wissenschaftlern. Sie halten gegenseitig Vorträge und diskutieren anschließend.

Langzeitstudent: War in den 1960er Jahren eine weit verbreitete Spezies. Heute ist der Langzeitstudent vom Aussterben bedroht. Schuld sind die Anwesenheitspflichten.

Master: Ein nach dem Bachelorabschluss vertiefender Studiengang von vier Semestern. Vergleichbar mit dem Magister.

Nörgelbuff: Das ist ein Liveclub an der Groner Straße. Regelmäßig finden Konzerte, Lesungen und Disco-Abende statt.

Oberseminar: Auf Einladung des Professors versammeln sich Studenten, um über bestimmte Themen zu debattieren.

Praktikum: Hilfreich, um sich während des Studiums beruflich zu orientieren. In den meisten Bachelor- und Masterstudiengängen sind sie mittlerweile vorgeschrieben.

Rathaus: Die Stadtverwaltung residiert in Göttingen im Neuen Rathaus am Hiroshimaplatz. An den Türmen ist das Gebäude schon von weiten erkennbar.

Schein: Gibt es als Leistungsnachweis für besuchte Vorlesungen und Seminare. In den Bachelor- und Masterstudiengängen werden sie durch Credit-Points ersetzt. Das sind Punkte, die ein Student für erbrachte Leistungen und Anwesenheit in Veranstaltungen bekommt. Für den Abschluss muss eine bestimmte Anzahl erreicht werden.

Tutor: Eine meist schlecht bezahlte Tätigkeit für Studenten. Mit ihrem Tutor gehen Studenten nach Vorlesungen den Stoff nochmal durch und klären Fragen.

Universitätsbibliothek: Die Uni-Bibliothek ist ausgestattet mit allen wichtigen wissenschaftlichen Publikationen. Am Semesterende, wenn viele Hausarbeiten geschrieben werden, sind die meisten Werke verliehen. Deshalb: Bücher rechtzeitig ausleihen oder vormerken lassen.

Vorlesung: Ein Professor redet eineinhalb Stunden zu einem bestimmten Thema. Das kann mal hoch spannend und mal gähnend langweilig sein.

Weender Straße: Die Weender Straße, beziehungsweise Landstraße, ist die Einkaufsmeile in Göttingen.

Xlab: Das Xlab ist ein Experimentierlabor der Universität Göttingen für junge Menschen, die sich für Naturwissenschaften begeistern.

Zettel: Zettel sind die wichtigsten Kommunikationsmittel auf dem Campus. Völlig egal, ob man gebrauchte Bücher, Lerngruppen oder eine neue Wohngemeinschaft sucht. Ein Blick an eines der unzähligen Schwarzen Bretter lohnt sich auf jeden Fall immer. (bsc/dag)

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