Antifee: Das ganz andere Festival an der Uni

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Umsonst und politisch: Das Antifee-Festival auf dem Gelände der Uni lockte zwei Tage das Publikum.

Göttingen. Bei diesem Festival ist vieles anders, als bei anderen Konzerten. Das Antifee-Festival kostet keinen Eintritt, die Songtexte der auftretenden Bands werden durch Gebärdensprachdolmetscher übersetzt, Diskokugeln hängen an Bäumen, es gibt veganes Gyros und veganen Kuchen, Jongleure werfen Kegel und Kugeln und am Rande wird Federball gespielt.

Und: Besucher mit Fluchterfahrung aus anderen Ländern müssen auf dem gesamten Festivalgelände für Essen und Trinken nicht bezahlen.

Mehrere hundert junge Menschen waren am Freitag beim ersten Tag des zweitägigen Antifee-Festivals in Göttingen dabei. Das „Antifee“ ist ein quer-feministisches, selbstorganisiertes Festival, das bereits zum neunten Mal stattfand.

Auf dem Universitäts-Campus beim Blauen Turm am Kreuzbergring gab es eine bunte Mischung aus Party und Politik. Insgesamt zehn Bands traten am Freitag und Samstag von 17 Uhr bis kurz vor Mitternacht auf.

Ein Workshop-Programm ergänzt die Bühnenauftritte. Darunter sind Film- und Theateraufführungen, Lesungen oder so bizarre Themen wie „Dildo basteln“. Verpflegen konnten sich die Besucher auch mit veganem Gyros zu günstigen Preisen. Deshalb nahmen es die Gäste gerne in Kauf, dass Teller und Besteck selbst abgewaschen werden mussten.

Am Samstagabend trat auch die Band „The Blue Screen of Death“ auf. Sie machten „elektronisch-8bit-mäßigen“ Punk, weil sie nach eigenen Angaben besser Computer spielen als Gitarre. Die Band wurde 2007 in Göttingen gegründet.

Ausfallen muss hingegen der Auftritt von Esrap, einer zweiköpfigen Band aus Österreich, die sich den sozialkritischen Themen in deutscher und türkischer Sprache stellen. Dafür trat die Techno-Gruppe „Räubertochter“ auf.

Die Veranstalter sehen das Festival als eine Möglichkeit an, sich mit Themen wie Sexismus, Rassismus oder Nationalismus aus der feministischen Perspektive auseinanderzusetzen. (ysr)

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