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App gegen Lebensmittelverschwendung an Göttinger Gymnasium entwickelt

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Von: Thomas Kopietz

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Otto-Hahn-Gymnasium Göttingen: Hier und an anderen Schulen in Südniedersachsen läuft das Projekt CEE der Privaten Fachhochschule (PFH) erfolgreich.
Otto-Hahn-Gymnasium Göttingen: Hier und an anderen Schulen in Südniedersachsen läuft das Projekt CEE der Privaten Fachhochschule (PFH) erfolgreich. © privat/nh

Nachhaltige Geschäftsideen entwickeln: Das haben Wissenschaftler der Privaten Fachhochschule (PFH) Göttingen und das Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) in einem Workshop getan.

Göttingen – Dahinter steht das Pilotprojekt „Circular Entrepreneurship Education (CEE)“ – in und mit ihm sollen Schülerinnen und Schüler in Südniedersachsen unternehmerische Ideen entwickeln – und mehr noch: in die Praxis umsetzen.

Am Otto-Hahn-Gymnasium haben zwei Lerngruppen, der Schülerfirma Jahrgang 9 und 10 sowie eine Projektgruppe des Jahrgangs 11 am CEE-Projekt teilgenommen, schildert die Lehrerin und stellvertretende Schulleiterin Iris Bruse.

Wichtige Schlüsselqualifikationen für die Zukunft erworben

Professionell unterstützt wurden die Schüler durch das ZE-Team der PFH – und dank der Spezialisten „entwickelten unsere Schülerinnen und Schüler mit Eifer und großem Engagement eigene Geschäftsideen“. Für die Schüler sprang noch mehr heraus, wie Bruse sagt: Sie erwarben „wichtige Schlüsselqualifikationen“ für die Zukunft, so unternehmerische Handlungskompetenz und die Fähigkeit zur Kooperation.

Und welche Projekte entstanden? Nun, unter anderem wurde die App „No Food Waste“ entwickelt, sie will der Lebensmittelverschwendung entgegenwirken, indem das Ablaufdatum getrackt wird und individuelle Rezeptvorschläge zur Zubereitung und Verwertung ausgegeben werden. Weitere Projektideen waren „MoDrive“, eine App zur Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs sowie „NutriTrace“, eine Gesundheitsapp.

Junge Start-Ups und Großunternehmen sind mit im Boot

Das beeindruckte auch Projektinitiator Bernhard H. Vollmar, den geschäftsführenden Direktor des ZE-Zentrum für Entrepreneurship der PFH, der auch das Ziel erklärt: „So wie jetzt am Otto-Hahn-Gymnasium ergänzen wir das Unterrichtsangebot und wollen junge Menschen für die Themen Gründung, Innovation und Nachhaltigkeit begeistern“, so Vollmar. Seit Start des Projekts im Juli 2021 haben bereits 15 Workshops an Schulen mit mehr als 500 Teilnehmern in Südniedersachsen stattgefunden.

Die Schüler erwerben wichtige Schlüssel-Qualifikationen für die Zukunft

Iris Bruse

Das CEE-Projekt findet breite Unterstützung in der südniedersächsischen Wirtschaft: Mit im Boot sind junge Start-Ups ebenso wie Großunternehmen: Ottobock, KWS Saat, Novelis und die jüngst im Sartorius-Quartier eröffnete Ideenschmiede Life Science Factory.

Gemeinsam mit ihnen und der PFH soll „Berufsorientierung einmal ganz anders gedacht werden“. Zudem gebe der direkte Kontakt mit diesen Unternehmen aus der Region neue und wertvolle Impulse für Schüler und Lehrer.

Früh übt sich – und zwar nachhaltig

Die Lehrer am Otto-Hahn-Gymnasium jedenfalls sind von dem Projekt begeistert. Mit ihm könne man die Schule wieder einmal nach außen öffnen und von der fachlichen Expertise der Initiatoren profitieren“, sagen Dr. Daniela Forkmann und Alexandra Bühner, die als Lehrerinnen auch zuständig sind für die Berufsorientierung und Leitung der OHG-Schülerfirma.

„Wir folgen mit der CEE dem Prinzip ‘Früh übt sich – und zwar nachhaltig’, denn wer frühzeitig Erfahrungen mit eigenen, spannenden Nachhaltigkeitsprojekten sammelt, kann sein Leben und seinen beruflichen Weg später besser meistern“, ist wiederum Vollmar überzeugt. Er kann sich sogar vorstellen, dass das Projekt „einen deutlichen Beitrag zur Fachkräftenachwuchsbildung leisten kann“.

Und was aus den Projektideen aus CEE am Otto-Hahn-Gymnasium einmal wird, das liegt in den Köpfen der jungen Nachwuchsunternehmern, die sie „erfunden“ haben. Vielleicht werden aus Ideen gar Produkte – nachhaltige. Und davon kann die Welt bekanntlich ja gar nicht genug bekommen. (Thomas Kopietz)

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