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Neue App kann dabei helfen, Depression zu erkennen

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Von: Thomas Kopietz

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Die Akademie für Ethik in der Medizin (AEM) an der Uni-Medizin Göttingen (UMG) hat ihren Nachwuchspreis 2022 verliehen: Von links Dr. Mirjam Faissner (Uni-Klinik Bochum), Regina Müller (Uni Tübingen), Eva Kuhn (Uni-Klinik Bonn) und Sebastian Laacke (Uni-Medizin Greifswald). Der Preis ist mit 2500 Euro dotiert.
Die Akademie für Ethik in der Medizin (AEM) an der Uni-Medizin Göttingen (UMG) hat ihren Nachwuchspreis 2022 verliehen: Von links Dr. Mirjam Faissner (Uni-Klinik Bochum), Regina Müller (Uni Tübingen), Eva Kuhn (Uni-Klinik Bonn) und Sebastian Laacke (Uni-Medizin Greifswald). Der Preis ist mit 2500 Euro dotiert. © AEM/bh

Eine neue App fürs Smartphone kann dabei helfen, Depressionen zu erkennen. Das Entwicklerteam der Anwendung erhält eine Auszeichnung aus Göttingen.

Göttingen – Die Akademie für Ethik in der Medizin (AEM) an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hat ihren Nachwuchspreis 2022 verliehen an Dr. Mirjam Faissner (Uni-Klinik Bochum), Eva Kuhn (Uni-Klinik Bonn), Regina Müller (Uni Tübingen) und Sebastian Laacke (Uni-Medizin Greifswald). Der Preis ist mit 2500 Euro dotiert.

Im Kern geht es in dem Beitrag der Gruppe um die unterstützende Hilfe von Smartphone-Apps bei Depression. Diese Apps können einen niederschwelligen Ansatz bieten, um psychische Erkrankungen, wie Depressionen, zu erkennen.

Angesichts des Mangels an medizinischem Fachpersonal und der anhaltenden Stigmatisierung psychischer Erkrankungen wird ihre Bedeutung absehbar stark zunehmen, so die Expertenmeinung.

Ihre Anwendung wirft aber auch ethische Fragen auf, etwa im Zusammenhang mit der eingeschränkten Datengrundlage solcher Apps oder der unterschiedlichen digitalen Kompetenz ihrer Nutzer.

Diese Fragen werden in dem Beitrag mit Hilfe des Konzepts der epistemischen Ungerechtigkeit analysiert. Darunter versteht man eine spezifische Form der Diskriminierung, bei der Menschen in ihrer Fähigkeit zu wissen benachteiligt werden, etwa indem ihnen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe weniger Glaubwürdigkeit zugesprochen oder gar abgesprochen wird.

Die Göttinger Akademie für Ethik in der Medizin (AEM) ist eine interdisziplinäre und interprofessionelle Fachgesellschaft für Medizinethik mit Sitz der Geschäftsstelle an der Göttingen Uni-Klinik. Sie fördert den öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurs über ethische Fragen in der Medizin, den Heilberufen und im Gesundheitswesen. Der Nachwuchspreis der AEM wird jährlich vergeben.

Ausgezeichnet werden wissenschaftliche Arbeiten von Nachwuchswissenschaftler aus dem Gebiet der Ethik in der Medizin. (Thomas Kopietz)

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