Schlafsäcke für Obdachlose

Arbeiter-Samariter-Bund hilft in Göttingen der Straßensozialarbeit

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Schlafsäche und Hygienesets für Obdachlose spendete der ASB Göttingen: Vorne von links: ASB-Vorsitzender Dirk Rosenplänter und die ASB-Helfer Florian Lowen, Belkacem Bensaid, Ronald Kirstan und Sozialarbeiter Daniel Rainers. Hinten von links: Holger Gürtler und Hans-Dieter Hengse.

40 Schlafsäcke und 40 Hygienesets hat der Ortsverein Göttingen des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) für Obdachlose gespendet. Im Winter können die warmen Schlafsäcke lebensrettend sein.

Ortsvereinsvorsitzender Dirk Rosenplänter und die ASB-Helfer Florian Lowen, Belkacem Bensaid, Ronald Kirstan, Holger Gürtler und Hans-Dieter Hengse übergaben die Spende am Donnerstag an Sozialarbeiter Daniel Rainers von der Straßensozialarbeit (Straso) im Diakonieverband Göttingen: „Wir helfen gerne“, sagte Rosenplänter.

Die Straßensozialarbeit ist in der Tilsister Str. 2a angesiedelt. „Zu uns kommen täglich um die 40 Wohnungslose“, berichtete Daniel Rainers. Die Zahl, der Menschen die keine feste Bleibe haben, ist jedoch wesentlich höher. „Wir schätzen, dass es zwischen 500 und 1000 sind.“ Seinen Worten zufolge schlafen sie oft bei Freunden und Bekannte.

Dass die Zahl groß ist, zeigt auch, dass etwa 140 Menschen ohne Wohnung in der Straßensozialarbeit ein Postfach und ihre Meldeadresse unterhalten, um mit Behörden und andere Einrichtungen Kontakte halten zu können.

Meist obdachlose Männer

Die Wohnungs- und Obdachlosen sind größtenteils Männer. Unter ihnen sind viele Deutsche, aber auch Rumänen und andere EU-Bürger, aus etwa zehn Nationen.

Gründe für die Wohnungslosigkeit sind unter anderen Arbeitslosigkeit, Trennungen, psychische Probleme, Alkohol- und Drogenprobleme sowie fehlende Perspektiven nach einem Gefängnisaufenthalt. „Oft kommen sie auch aus der Kinderarmut“, sagte Daniel Rainers.

Die Mitarbeiter Straßensozialarbeit bieten den Bedürftigen auch Frühstück und Mittagessen, Sozialkontakte, eine hygienische Basisversorgung, eine medizinische Notfallversorgung, Rechtsberatung, Wohnraumvermittlung, Unterstützung beim Umgang mit Behörden, aber auch die Möglichkeit, zwanglos Kontakte zu pflegen.

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