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Gewaltattacke: Anklage will Bewährungsstrafe für 27-Jährigen

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Von: Heidi Niemann

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Der Eingang zum Landgericht Göttingen.
Der Eingang zum Landgericht Göttingen: Dort wird gegen einen jungen Mann verhandelt. (Archivfoto) © Hubert Jelinek/nh

In dem seit Anfang November laufenden Prozess vor dem Landgericht Göttingen um eine mehr als fünf Jahre zurückliegende mutmaßliche gewalttätige Attacke gegen einen jungen Göttinger sind jetzt die Plädoyers gehalten worden.

Göttingen – Die Staatsanwaltschaft beantragte für den 27-jährigen Angeklagten eine Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren, die zur Bewährung ausgesetzt werden könne. Der Angeklagte habe sich der gefährlichen Körperverletzung sowie der versuchten Nötigung in Tateinheit mit Bedrohung in zwei Fällen schuldig gemacht. Als Bewährungsauflage sollte er ein Schmerzensgeld von 1500 Euro an den Nebenkläger zahlen. Der 23-jährige Mitangeklagte ist nach Ansicht der Staatsanwaltschaft wegen gefährlicher Körperverletzung schuldig zu sprechen. Ihm solle auferlegt werden, zugunsten des Nebenklägers 130 Stunden gemeinnützige Arbeit über den Verein „Ausgleich“ abzuleisten.

Der Vorfall, um den es in dem Prozess vor dem Jugendschöffengericht geht, hatte sich im November 2016 ereignet. Den Angeklagten wurde vorgeworfen, nachts einen heute 23 Jahre alten Zeugen abgepasst zu haben, als dieser vor seinem Wohnhaus aus einem Taxi stieg. Sie hätten ihn aufgefordert, sich zu ihnen ins Auto zu setzen, und seien dann mit ihm zu einem Schulgelände gefahren. Dort hätten sie ihn aus dem Auto gezerrt, auf ihn eingeschlagen und seine Jacke durchsucht. Als sie mitbekamen, dass der Hausmeister auf das Geschehen aufmerksam geworden war und die Polizei rufen wollte, habe der 27-Jährige eine Glasflasche gegen den Kopf des 23-Jährigen geschlagen. Anschließend hätten sich die drei Angeklagten entfernt.

Die Anwältin der Nebenklage schloss sich weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft an, allerdings sollte beiden Angeklagten ein Schmerzensgeld von 2500 beziehungsweise 1500 Euro auferlegt werden. Die Verteidigerin des 23-Jährigen plädierte für ihren Mandanten auf Freispruch. Der Verteidiger des 27-Jährigen beantragte eine Gesamtfreiheitsstrafe von maximal einem Jahr und vier Monaten, die zur Bewährung auszusetzen sei. Das Gericht will sein Urteil in der kommenden Woche verkünden. (Heidi Niemann)

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