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Auch am „Werderhof“ südlich von Göttingen hat die Spargelsaison begonnen

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Von: Per Schröter

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Hilfe durch die Maschine: Für die Spargelstecher auf dem Werderhof nahe Göttingen bedeutet der Einsatz der „Spargelspinne“ in dieser frühen Phase der Erntesaison eine enorme Erleichterung.
Hilfe durch die Maschine: Für die Spargelstecher auf dem Werderhof nahe Göttingen bedeutet der Einsatz der „Spargelspinne“ in dieser frühen Phase der Erntesaison eine enorme Erleichterung. © Per Schröter

Noch sind sind die Felder mit weißen und schwarzen Planen zugedeckt. Doch seit einer Woche kann an der Bundesstraße 27 Richtung Göttingen und Niedernjesa wieder Spargel geerntet werden.

Göttingen – Seit einer Woche wird jetzt auch in Göttingen wieder Spargel geerntet. Auf dem an der Bundestrasse 27 in Richtung Friedland zwischen Göttingen und Niedernjesa gelegenen Werderhof haben die Spargelstecher schon wieder alle Hände voll zu tun.

Noch sind wegen der kalten Nächte und der noch wenig sommerlichen Tagestemperaturen die einzelnen Spargelreihen auf den insgesamt rund sieben Hektar großen Feldern mit weißen oder schwarzen Planen zugedeckt.

Die über die „Spargeldämme“ gespannte helle Thermofolie sorgt für eine schnellere Erwärmung des Bodens und sorgt so dafür, dass das beliebte Gemüse einige Wochen früher geerntet werden kann auf Feldern, bei denen keine Folie verwendet wird.

Sieben Kilometer Folie pro Hektar

Schwarze Folien hingegen verhindert hauptsächlich die bei den Kunden nicht so gerne gesehenen violetten oder grünen Verfärbungen der Spargelköpfe. Rund sieben Kilometer Folie werden pro Hektar benötigt – je nach Abstand der Reihen etwas mehr oder weniger.

Erleichtert wird die Erntearbeit in diesem frühen Stadium der Spargelsaison durch den Einsatz einer „Spargelspinne“, die auf ihrem Weg über den Spargeldamm vorne automatisch die Plane anhebt.

Dadurch kann der Spargelstecher ungehindert die nur wenige Zentimeter aus der Erde schauende weiße Stange fassen, sie mit einem Spezialwerkzeug unter der Erde durchtrennen und in einen der auf der Spargelspinne befestigten Körbe legen.

Da sind sie! Werderhof-Inhaberin Cornelia Rabe freut sich über den erfolgreichen Start der Spargelsaison und den Verkaufsstart vor einer Woche.
Da sind sie! Werderhof-Inhaberin Cornelia Rabe freut sich über den erfolgreichen Start der Spargelsaison und den Verkaufsstart vor einer Woche. © Per Schröder

Zehn Spargelstecher während der Hauptsaison

„Wir bauen seit etwa 20 Jahren Spargel an und haben in dieser Zeit viel Routine entwickelt“, sagt Werderhof-Inhaberin Cornelia Rabe, die einen festen Stamm von acht Spargelstechern während der „Vorsaison“ und zehn während der Hauptsaison beschäftigt.

„Dazu kommen noch einmal acht Pflücker während der Erdbeersaison.“ Angebaut und verkauft werden die Sorten Gijnlim und Backlim, die auf den schweren Leinetalböden besonders gut gedeihen. „Wegen der nährstoffreichen Böden ist unser regionaler Spargel geschmacklich sehr intensiv“, betont Rabe.

Spargel kann direkt am Hofladen gekauft werden

Verkauft werden die weißen Stangen ungeschält oder geschält von Montag bis Freitag zwischen 8 und 19 Uhr im Hofladen nahe der B 27. Samstags ist das Geschäft bis 18 Uhr geöffnet, sonntags bis 17 Uhr.

Außerdem betreibt der Werderhof im Göttinger Stadtgebiet noch fünf Verkaufsstände sowie einen weiteren auf dem Wochenmarkt.

„Traditionell stechen wir unseren Spargel bis zum Johannistag am 23. Juni“, sagt Cornelia Rabe. So seien es bis zum ersten Frost normalerweise noch mindestens 100 Tage und die Pflanze habe damit genug Zeit, zu einem grünen Busch heranzuwachsen und sich so zu regenerieren. Und dann steht auch der Spargelernte im nächsten Jahr nichts mehr im Wege. (Per Schröter)

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