Auf Sendung

Neuer Internet-Radiosender für Südniedersachsen

Die Macher von Radio Leinewelle: Geschäftsführer Martin Groß (links) und Gesellschafter Tiemo Rosin. Foto: privat/nh

"Leinewelle" heißt ein neuer, werbefreier Radiosender in Göttingen. Er ist über das Internet zu empfangen.

 „Die grüne Welle rollt“ – unter diesem Motto ging am Samstag der neue Internet-Radiosender „Leinewelle“ in Göttingen offiziell an den Start. Der Sender, der zunächst ohne kommerzielle Werbung auskommt, nimmt die Region Südniedersachsen in den Blick und will die Göttinger Kulturszene unterstützen.

Grün ist die Farbe

Ganz in Grün – so wie die Farbe des Senders – war die Opening-Party im Exil gehalten. So wurden Gewürzgurken, Apfelringe, Waltmeister-Wackelpudding oder Pfefferminz-Likör gereicht. Zwar ist die „Leinewelle“ bereits seit Anfang Januar 2019 auf Sendung, der offizielle Start mit einem ausgearbeiteten Programm und in Göttingen produzierten Sendungen erfolgte aber erst jetzt. Das Tonstudio im Margueritenweg wurde erst Anfang Dezember ausgestattet. Von dort aus gab es am Samstagabend eine kurze Live-Schaltung ins Exil, wo die Geschäftsführer Martin Groß und Tiemo Rosin die Zuhörer mit einer Eröffnungsrede begrüßten.

Idee entstand im Urlaub

Die Idee zu diesem besonderen Sender, der ein vielfältiges und kulturell anspruchsvolles Programm für Südniedersachsen verspricht, hatte Groß bei einem Urlaub in Kanada. Kurzum setzte er sich mit seinem langjährigen Freund Rosin in Verbindung. Beide machen seit mehr als 20 Jahren gemeinsam Radio. Angefangen hatten sie als Jugendliche beim Stadtradio Göttingen.

Radio-Idealisten

Sie überlegten sich, was sie zur kulturellen Förderung der Region tun könnten und klügelten ein Programm mit Nachrichten aus Südniedersachsen zu jeder halben Stunde sowie verschiedenen Sendungen aus. Zur Unterstützung suchten sie sich Leute – allesamt wie sie selbst enthusiastische Radio-Idealisten – mit denen sie zusammenarbeiten wollten. Veranstaltungskaufmann Rosin stellte Kontakte zur örtlichen Kulturszene – etwa Kreuzberg On Kultour und dem Exil – her.

Alte und junge Songs

Im Sommer setzten sich dann alle zusammen und schon war ein Programm mit einigen Livesendungen geboren. „Regional, unterhaltsam und garantiert werbefrei“, lautet das Motto der Leinewelle seitdem. Im Tagesprogramm gibt es eine Mischung von alten und neuen Songs – teilweise ganz anders, als vom Zuhörer erwartet, wie es auf der Homepage des Senders heißt.

Noch kein Geld verdienen

Geld machen die Radio-Idealisten mit ihrem Programm allerdings (noch) nicht. Im Gegenteil: Die bislang sieben Moderatoren müssen sich Raum-Miete für das Studio, Strom- und Nebenkosten sowie den Internetanschluss aus privater Tasche zahlen. So kommen in etwa 40 Euro pro Monat und Nase zusammen, wie Groß erklärte. Der Geschäftsführer selbst trägt die restlichen Unkosten wie Gema-Gebühr und die Nachrichten, die von einer Agentur in Rheinland-Pfalz kommen.

Kein Wunder also, dass die Leinwelle-Macher weiter auf der Suche nach Sponsoren und Unterstützern sind. radioleinewelle.de

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