Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit

Aufsichtsamt checkt Elektro-Fahrräder

Überprüft Elektrofahrräder: Gewerbeaufsichtsamts-Mitarbeiterin Anne Radtke ist bei den Händlern in Südniedersachsen unterwegs. Foto: Gewerbeaufsichtsamt Göttingen/nh

Göttingen. Um die Sicherheit von Elektro-Fahrrädern zu erhöhen, überprüft das Gewerbeaufsichtsamt Göttingen Zweiräder bei Händlern in der Region.

Hintergrund: In Niedersachsen waren 2014 über 250 Elektrofahrräder an Verkehrsunfällen beteiligt. Nicht nur Fahrfehler, sondern auch technische Mängel können zu diesen Unfällen führen. Derzeit werden über 200 unterschiedliche Elektrofahrräder überprüft - und bei gravierenden Mängeln aus dem Verkehr gezogen.

Doch neben dem Fahrvergnügen sollte die Sicherheit nicht zu kurz kommen. „Es ist immer wieder zu Bränden und schweren Unfällen mit Pedelecs gekommen, zum Beispiel durch ungeplante Entladungen des Akkus oder unzureichende Bremsen“, sagt Dagmar Schomaker, Leiterin des Gewerbeaufsichtsamts Göttingen. „Das müssen wir in jedem Fall verhindern.“

Obwohl Elektrofahrräder nicht als Fahrzeug angemeldet und versichert werden, wenn der Motor nur zur Unterstützung dient und maximal 250 Watt Leistung erbringt, müssen die Hersteller dennoch strenge Sicherheitsauflagen erfüllen. Das Gewerbeaufsichtsamt Göttingen kann dabei den Trend bestätigen, dass Elektrofahrräder in den vergangenen Jahren immer sicherer geworden sind.

In diesem Jahr nimmt unter anderem Anne Radtke, beim Göttinger Gewerbeaufsichtsamt für den technischen Verbraucherschutz zuständig, Elektrofahrräder in Südniedersachsen unter die Lupe. Bundesweit gibt es 72 Millionen Fahrräder, darunter 2,1 Millionen Exemplare mit Elektroantrieb.

Kontakt: Gewerbeaufsichtsamt Göttingen, Alva-Myrdal-Weg 1, 37085 Göttingen, Tel. 0551/5070-0.

www.gewerbeaufsicht.niedersachsen.de

Checkliste für Kauf von Elektro-Fahrrädern 

Hier die Sicherheits-Checkliste des Gewerbeaufsichtsamtes für den Kauf von Elektro-Fahrrädern:

• Ein CE-Zeichen muss in jedem Fall vorhanden sein.

• Ist das Fahrrad zusätzlich mit einem GS-Zeichen versehen, muss auch die Prüfstelle gemeinsam mit dem GS-Zeichen genannt sein.

• Die Betriebsanleitung muss auf Deutsch vorliegen.

• Das zweite zentrale Dokument ist die sogenannte Konformitätserklärung, die eine Einhaltung der grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen bestätigt.

• Ein Pedelec wiegt im Durchschnitt 25 Kilogramm, gute Bremsen sind daher unerlässlich, zum Beispiel ein hydraulisches Bremssystem.

• Vor dem Kauf empfiehlt es sich, bei einer Probefahrt zu testen, ob das Rad und die Geschwindigkeit den Erwartungen entsprechen. (bsc)

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