Antrag auf Nichtaufstieg wurde stattgegeben

Aufsteiger Göttingen Generals bleibt in der Oberliga

+
Verzicht auf die Regionalliga: Auch weil Florian Bangert (Nr. 44) aufhörte, bleiben die Göttingen Generals in der Oberliga – trotz sportlicher Qualifikation.

Göttingen. Das Problem, das in den vergangenen Wochen die Verantwortlichen und Spieler der Göttingen Generals beschäftigte, ist wirklich nicht neu.

Seit vielen Jahren pendelt der südniedersächsische American Football-Club zwischen den Ligen. Die Generals scheinen zu stark zu sein für die Oberliga, deren zurückliegende Saison sie gerade als Meister beendeten. Die Frage allerdings, ob Qualität und Quantität des im Maschpark beheimateten Teams auch für die Regionalliga ausreichen, wurde jetzt beantwortet: Mit einem klaren Nein.

„Wir werden weiter in der Oberliga spielen“, sagt Generals-Präsident Philip Arnold. Trotz sportlicher Qualifikation hat der 32-Jährige beim Spielverbund Nord einen Antrag gestellt auf Nichtaufstieg – dem nun stattgegeben wurde. „Bis zum 15. Dezember mussten wir uns entscheiden. Weil ich wissen wollte, was uns in der Regionalliga erwarten wird, habe ich den Verband und alle Klubs angeschrieben“, erklärt Arnold.

Als Ergebnis erhielt der Generals-Präsident die Mitteilung, dass acht Teams für die Regionalliga geplant seien. Für die Generals wäre der organisatorische Aufwand zu groß gewesen. „Wir hätten 14 Spiele auf 22 Wochen verteilen müssen. Zieht man Feiertage und Ferien ab, dann hätten wir fast jedes Wochenende gespielt. Da hätten wir aber nicht die geforderten 25 Akteure pro Spieltag zusammenbekommen.“

Spielerzahl reicht nicht aus

Durchschnittlich 24 Spieler begrüßte Göttingens Trainer Matthias Schmücker in der vergangenen Serie, in der die Generals alle zwölf Partien gewannen, inklusive des Playoff-Endspiels Mitte Oktober gegen die Hamburg Ravens. Die personelle Situation bei den Südniedersachsen gestaltet sich aktuell allerdings auch schwierig. Einige Stammspieler ziehen weg, andere haben die Karriere beendet oder sind langfristig verletzt. „Momentan können wir mit 18 Spielern fest planen. Zu unseren regelmäßigen Probetrainings sind interessierte Spieler aber immer willkommen“, sagt Arnold.

Weiter Ober- statt Regionalliga, lautet also das Göttinger Motto. 2013 wären die Generals gerne in die Regionalliga aufgestiegen, wurden damals aber als potenzieller Nachrücker nicht gefragt. 2012 hatten sie sich – trotz Regionalliga-Klassenerhalts – freiwillig in die Oberliga zurückgezogen. Leistungstechnisch, sagt Arnold, mache man einen Schritt zurück. „Langfristig peilen wird das Ziel Regionalliga aber weiter an.“

Von Ralf Walle

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.