Auftakt macht SVG Göttingen und Eintracht Northeim viel Mut

Flotter Flankenlauf: Göttingens Doppeltorschütze Stephan Kaul (links) gegen Uphusens Sedat Yücel Schulter an Schulter. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen/Northeim. Erste Freude im Northeimer Gustav-Wegner-Stadion und am Göttinger Sandweg: Mit zwei Siegen starteten Eintracht Northeim (2:1 gegen den VfL Bückeburg) und die SVG Göttingen (4:1 gegen TB Uphusen) in die neue Saison.

Das stellt für den Anfang erstmal zufrieden und macht Hoffnung auf weitere gute Ergebnisse, auch wenn jetzt jeweils das erste schwere Auswärtsspiel auf dem Programm steht.

„Das war ein anstrengendes Spiel“, war Eintrachts Mittelfeldflitzer Mehdi Mohebieh nicht nur wegen der Hitze schweißgebadet. „Dass wir kurz vor der Pause noch das 1:1 erzielt haben, war für die Moral ganz wichtig.“ Das war der erste Streich von Melvin Zimmermann, der per Traumtor auch das 2:1 erzielte.

„Dieser erste Sieg bringt einen Schub nach vorn“, fand auch Northeims Coach Wolfgang Schmidt, der das Problem mit den diversen Ausfällen ansprach. Die Sieghan-Brüder Patrick und Rafael, Libasse N’Diaye sowie Patrick Gemende standen wegen Verletzungen nicht zur Verfügung.

Auch Christian Horst, wieder mit Kapitän Marcel Braun als Abräumer vor der Abwehr eingesetzt, war erstmal pauschal zufrieden: „Leider haben wir es in der ersten Halbzeit versäumt, mehr Tore zu erzielen. Wichtig war aber der 1:1-Ausgleich kurz vor der Pause. Und auch in Unterzahl haben wir dann in der Schlussphase das Spiel gemacht.“

„Ein letztlich verdienter Sieg“, meinte auch Bückeburgs Trainer Timo Nottebrock. „Es war aber neben viel Kampf auch viel Krampf dabei.“

Besser als Bundesliga?

Auch am Göttinger Sandweg herrschte so etwas wie Aufbruchstimmung. Und bereits zur Saisonpremiere in unterstrich Aufsteiger SVG Göttingen mit dem überzeugenden 4:1-Sieg gegen TB Uphusen, mitnichten Punktelieferant in dieser fünften Liga sein zu wollen.

„Ein durchaus ansehnliches Spiel mit klug vorgetragenen Kontern“, urteilte Göttingens Bürgermeister Uli Holefleisch fachkundig bereits in der Halbzeitpause. „Meine Frau meint sogar, dass die besser spielen als in der Bundesliga“, ergänzte Holefleisch lachend. Er freute sich mit den knapp 300 Zuschauern über den gelungenen Saisonstart der Mannschaft von Trainer Knut Nolte, der seine Spieler in der Tat taktisch klug auf diesen Gegner eingestellt hatte. Der Gast aus der Nähe von Bremen sah häufig nur die Hacken der schnellen SVG-Stürmer Yannik Freyberg, Stephan Kaul mit seiner atemberaubenden Ballsicherheit und einem umsichtig die Bälle verteilenden Florian Evers.

Und einer, den das Verletzungspech in der vergangenen Landesliga-Saison lange Zeit verfolgt hat, der jetzt aber wieder fit ist, dürfte seinen Trainer vollends überzeugt haben. Martin Schiller scheint nunmehr angekommen zu sein bei der SVG, wirbelte im Mittelfeld, stopfte nach hinten Löcher, kurbelte aber auch immer wieder mit klugen Pässen die Offensive an. Neben Schiller lobte Nolte aus einer insgesamt sehr homogen agierenden Mannschaft noch die beiden zweifachen Torschützen Stephan Kaul und Marco Galante.

Für beide Südniedersachsen-Klubs geht es nun am kommenden Wochenende auf lange Auswärtsfahrten. Die Northeimer müssen zum SC Spelle-Venhaus ins Emsland, die SVGer reisen zum VfL Oldenburg.

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