Göttingen

Kokain im Wohnzimmer, Ecstasy im Keller: So verteidigt sich ein 47-Jähriger vor Gericht

Ecstasy aus einer Razzia: 327 solcher Tabletten sowie weitere Drogen und Bargeld waren bei einem Göttinger gefunden worden. (Symbolbild)
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Ecstasy aus einer Razzia: 327 solcher Tabletten sowie weitere Drogen und Bargeld waren bei einem Göttinger gefunden worden. (Symbolbild)

In Göttingen steht ein Mann wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln wie Kokain und Ecstasy vor Gericht.

Göttingen – Wegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge muss sich ein 47-jähriger Mann aus Göttingen vor dem Göttinger Landgericht verantworten. Die Polizei hatte Anfang Oktober vergangenen Jahres in seiner Wohnung in Göttingen sowie in einer von seiner Mutter angemieteten Garage zahlreiche Drogen sichergestellt.

Laut Anklage fanden sich in seinem Wohnzimmer 28,7 Gramm Kokain, im Keller stießen die Fahnder dann noch auf 327 Ecstasy-Tabletten. Bei der Durchsuchung der Garage entdeckten sie einen Rucksack, in dem sich mehr als 5,8 Kilogramm Amphetamine befanden. Außerdem stellten sie 61 300 Euro Bargeld sicher. Der Angeklagte sitzt derzeit in der Justizvollzugsanstalt Rosdorf in Untersuchungshaft.

Göttingen: Mann wegen Handeltreibens mit Betäubungsmittel vor Gericht

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Ecstasy-Tabletten und die Amphetamine zum Weiterverkauf bestimmt waren. Das Kokain habe der Angeklagte selbst konsumieren, teilweise aber auch weiterverkaufen wollen. Zu Beginn des Prozesses gab der Verteidiger eine kurze Einlassung ab. Sein Mandant räume den Besitz der Drogen ein, erklärte er. Allerdings sei unklar, ob die Amphetamine noch veräußert werden sollten. Zum Zeitpunkt der Durchsuchung habe der 47-Jährige mit dem Gedanken gespielt, die Drogen zu entsorgen und der Drogenkonsumszene den Rücken zuzukehren.

Die Ecstasy Tabletten seien zum Verkauf, das Kokain dagegen einzig und allein zum Eigenverbrauch bestimmt gewesen. Der 47-Jährige habe viele Jahre lang Drogen konsumiert und mit Mitkonsumenten Partys gefeiert. Einige von ihnen hätten von ihm Amphetamine und Ecstasy erworben.

Prozess in Göttingen Mitte April fortgesetzt

Seine Mutter habe keinerlei Kenntnis davon gehabt, dass der 47-Jährige bei ihr Drogen und Bargeld eingelagert hatte. Der größte Teil dieses Geldes stamme nicht aus dem Drogenhandel, sondern unter anderem aus einem Autoverkauf sowie Ebay- und Flohmarktverkäufen. Der Prozess wird Mitte April fortgesetzt. (pid)

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