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„Aufzug“ von Corona-Gegnern in Göttingen: Plakat löst Diskussionen aus

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Von: Thomas Kopietz, Melanie Zimmermann

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Demonstranten laufen mit Schildern und Bannern in ihren Händen eine Straße entlang. Polizei begleitet sie.
Corona-Maßnahmen-Kritiker zogen am Montagabend (07.03.2022) erneut durch das Göttinger Ostviertel. Es blieb friedlich. © Stefan Rampfel

Am Montagabend (07.03.2022) waren erneut Corona-Maßnahmen-Kritiker im Göttinger Ostviertel unterwegs. Ein Plakat der Demonstranten sorgte für Wirbel.

Update vom Dienstag, 08.03.2022, 13.57 Uhr: Wie die Polizeiinspektion Göttingen am Dienstagmittag (08.03.2022) in einer weiteren Meldung mitteilt, kam es im Laufe des Tages in den sozialen Medien zu Diskussionen wegen eines Plakats, dass auf der Demonstration von Corona-Maßnahmen-Gegnern von einem der Teilnehmer mitgeführt wurde.

Auslöser sei demnach, „dass das Transparent unter anderem über einen Onlineshop mit Sitz in Sachsen-Anhalt bezogen werden kann, der nach hiesigen Erkenntnissen von einem Angehörigen der rechten Szene betrieben wird“, heißt es in der Mitteilung der Polizei Göttingen.

Corona-Demo in Göttingen: Diskutiertes Plakat ohne strafrechtliche Relevanz

Das Plakat, auf dem unter anderem die Frage "Willst du ein Versuchskaninchen sein?" abgedruckt ist, wurde am Montagabend mit Beginn der Versammlung von Einsatzkräften vor Ort gesehen und nach Angaben der Polizei einer Bewertung unterzogen.

Diese ergab, dass die „abgebildeten Inhalte nicht von strafrechtlicher Relevanz“ sind. Ein polizeiliches Einschreiten gegen dessen Träger war deshalb nicht erforderlich beziehungsweise mangels Rechtsgrundlage auch nicht zulässig.

Demonstrationen verlaufen friedlich und ohne Zwischenfälle

Erstmeldung von Dienstag, 08.03.2022: Der „Spaziergang“, ein angemeldeter Aufzug von etwa 100 Corona-Maßnahmen-Gegnern, führte an diesem Montag wieder vom Albaniplatz durch das Göttinger Ostviertel.

Dieser und die ebenfalls angemeldete Gegenkundgebung am Südende des Albaniplatzes von rund 70 Demonstranten verliefen laut Polizei friedlich und ohne Zwischenfälle. Die Corona-Kritiker gingen durch mehrere Straßen des Ostviertels. Entlang der Route fanden sich vereinzelt Gegenprotestierende ein. Es kam zu Verkehrsbehinderungen. (Thomas Kopietz/Melanie Zimmermann)

Auch kurz nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine gingen zahlreiche Menschen in Göttingen auf die Straße. Hunderte zeigten bei der Demonstration ihre Solidarität für die Ukraine.

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