Mobilitätsprojekt

Ausbau geht weiter: Mit dem Rad schneller nach Weende

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Kritische Ecke: An der Kreuzung Goßlerstraße/Theodor-Heuss-Straße/Christophorusweg verläuft der E-Radschnellweg bislang rechtsabbiegend Richtung Klinikum. Die Radtrasse soll auch geradeaus nach Weende bis ins Altdorf und weiter nach Bovenden ausgebaut werden.

Das Radwegenetz der mehrfach als Top-Fahrradstadt ausgezeichneten Südniedersachsenmetropole Göttingen wächst weiter.

Der Bauausschuss brachte jetzt eine zentrale Radstraße von und nach Weende im Norden auf den Weg - nachdem zuvor der Ortsrat Weende sein Votum dafür gegeben hatte und die Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) sich dagegen ausgesprochen gegeben hatten.

So soll nun der Radschnellweg Goßlerstraße am Abzweig Christophorusweg auch geradeaus über die Theodor-Heuss-Straße bis zur Straße „An der Lutter“ (B 27) ausgebaut und darüber hinaus durch den Kaakweg bis Hennebergstraße ins Zentrum von Weende.

Mini-Kreisel in Weende

Das Besondere: Dort wird ein kleiner Kreisel gebaut. „Wir begrüßen den Vorschlag der Verwaltung einen Mini-Kreisel am Knotenpunkt Hennebergstraße/Kaakweg/Obere Mühle einzurichten“, sagt Horst Roth, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Weender Ortsrat. Dadurch erhöhe sich die Verkehrssicherheit, vor allem im Bereich des Übergangs zur örtlichen Stadtbibliothek an der Hennebergstraße.

Zufrieden ist auch Rolf Becker, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Rat der Stadt Göttingen. Man habe sich seit Jahren dafür eingesetzt, die Straße zwischen Theodor-Heuss-Straße und Weende zur Fahrradtrasse zu machen. Jetzt sei man am Ziel, der Beschluss ebne den Weg für die Freigabe der Kosten von etwa 330 000 Euro. Die Stadtverwaltung hat beim Bundesministerium für Umwelt einen Förderantrag im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gestellt. Bei Genehmigung würden 40 Prozent der Kosten übernommen.

Radweg alte B 3

Aber, letztlich ist das im Radverkehrsentwicklungsplan, der 2018 vom Rat beschlossene und formulierte Ziel noch nicht ganz erreicht, denn der in einem schlechten Zustand befindliche Radweg an der alten B 3 soll auch auf Vordermann gebracht werden und so den E-Radschnellweg auch bis nach Bovenden führen. Ein Kämpfer für den Radverkehr ist seit vielen Jahren Ulrich Holefleisch, der verkehrspolitische Sprecher der Grünen Fraktion im Rat: „Wir machen das Radfahren in alle Himmelsrichtungen attraktiver.

Die Umsetzung der Radroute Weende ist ein wichtiger Baustein für die Radmobilität zwischen dem alten Ortskern Weende und der Göttinger Innenstadt.“

Zudem wird das Parkverhalten in der Theodor-Heuss-Straße beobachtet. Dort entstehen immer wieder Engpässe, die auch durch Überholmanöver von Autos gefährlich für Fahrradfahrer sind. Das Parken auf der Fahrbahn soll unterbunden werden. Das Gehwegparken mit zwei Rädern auf der Fahrbahn auf der östlichen Straßenseite soll weiter möglich sein.

GöVB dagegen

Am Gehwegparken und generell der Fahrradstraße stören sich die Göttinger Verkehrsbetriebe. Es käme so auch in der Goßlerstraße zu Verkehrsbehinderungen, auch durch langsamfahrende Radfahrer – die Folge seien Verspätungen. Auch entstünde so Stress für die Busfahrerinnen und Busfahrer. Deshalb lehnen die GöVB die Fahrradstraßenregelung für die Theodor-Heuss-Straße in einer Stellungnahme ab.

Von Thomas Kopietz

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