Ausbildung im Klinikum: Für jedes Talent ist etwas dabei

Pflegen und erforschen: Vicky Schröder (von links), Katharina Bertram, Lisa-Marie Henne sowie Janis Günther und ihr Ausbilder Stefan Wolf warben in der Uniklinik Göttingen für den Ausbildungsberuf des Tierpflegers Forschung und Klinik. Foto: Leissa

Göttingen. Zu 24 schulischen und betrieblichen Ausbildungsberufen konnten sich Schüler beim Tag der Ausbildung in der Osthalle der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) informieren.

„Wenn ihr zu den Besten gehören wollt, dann seid Ihr hier genau richtig“, sagt Geschäftsbereichsleiter Christian Triebe in seiner Begrüßungsrede zur Ausbildungsmesse. Keine unbegründete Ansage, denn die UMG genießt als Uni-Klinikum und Ausbilde einen guten Ruf.

Etwa 7700 Mitarbeiter kümmern sich täglich neben dem originären Gebiet der Krankenversorgung, auch in der Logistik, der Verwaltung oder der Gastronomie darum, dass die Klinik reibungslos funktioniert.

Besonders stolz ist man auf die vielen Ausbildungsberufe, die auch Einblicke in Lehre und Forschung ermöglichen, sagt Personalleiterin Christa Robrecht. Das Klinikum ist komplexer als so mancher Flughafen und bietet eine enorme Bandbreite an Berufen. Für jedes Talent und jedes Interesse gibt es bei uns eine Ausbildung“, ergänzt Christian Triebe.

Planen und pflegen

Wie wichtig seine Arbeit ist, weiß der Technische Zeichner Markus Adler. Als Technischer Systemplaner erstellt er Unterlagen für die Herstellung, Montage und den Betrieb von energetischen Systemen und Anlagen. „Wir sind praktisch für die Energiezufuhr im Klinikum zuständig“, sagt Adler. Gezeichnet werde im klassische Sinne nicht, obwohl der Beruf ursprünglich Technischer Zeichner hieß, bevor er in Systemplaner umbenannt wurde.

„Wir hatten schon Bewerber, die kamen mit handgezeichneten Portraits zum Gespräch. Wir arbeiten aber zu 100 Prozent an Rechnern und erstellen technische Pläne“, schildert Adler. Zugangsvoraussetzung seien daher sehr gute Noten in Mathe und Physik, denn man rechne viel.

Was viele Patienten nicht zu Gesicht bekommen, befindet sich im Keller der UMG sowie an weiteren Standorten in Göttingen: Die Tierpfleger des Klinikums kümmern sich um fast 40 000 Tiere, darunter Mäuse, Ratten, Kaninchen, Hühner und Schweine. Die Tiere werden für den Beruf des Tierpflegers in Forschung und Klinik gezüchtet und gepflegt. Ihr Nutzen: Grundlagen-Forschung, wie zum Beispiel an der Funktionsweise von Genen.

„Auch wenn uns zum Beispiel Schweineherzen dabei helfen, neue Operationstechniken zu entwickeln, sind wir Pfleger auch Tierschützer“, sagt Stefan Wolf, Ausbilder an der UMG. Die Pfleger arbeiten mit Tierärzten, um die Tiere gesund aufzuziehen.

Tag der Ausbildung in der Universitätsmedizin Göttingen

Die Ausbildung ist beliebt, berichtet der Auszubildende Janis Günther. Er setzte sich gegen 200 Mitbewerber durch. „Nicht nur die Pflege reizte mich bei der Bewerbung, sondern auch das Gebiet Forschung“, sagt Günther.  www.med.uni-goettingen.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.